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Rezension

DAS BLAUE ZIMMER von George Simenon

Mein Kollege ist total angetan vom Autoren George Simenon und hat mich quasi dazu gedrängt, auch mal etwas von ihm zu lesen. Eine seiner Empfehlungen war “Das blaue Zimmer” und natürlich möchte ich dir meine erste Begegnung mit George Simenon nicht vorenthalten.

MEINE MEINUNG

Nachdem ich “Das blaue Zimmer” nun gelesen habe, bin ich nicht enttäuscht, aber ich habe doch irgendwie mehr erwartet. Um zu verstehen, was Dimenons Bücher so besonders macht, muss ich wohl erst noch ein, zwei lesen, aber ich habe schon einen guten ersten Eindruck erlangt.

Der Titel “Das blaue Zimmer” ist sehr gut gewählt, denn genau darum geht es: ein blaues Zimmer. Und einen Mann, der darin seine Affäre trifft. Eine Affäre, die ihm zum Verhängnis wird. Denn plötzlich stehen beide vor Gericht und Tony schweigt zu den Geschehnissen.

EINDRUCKSVOLLER STIL

Simenons Stil ist recht schlicht. Er verzichtet auf aufwendige Ausschmückungen und beschreibt auf ganz einfache Art das Geschehen. Dabei wechselt er geschickt zwischen Rückblicken und Gegenwart und verschiebt auch den Fokus von der Vergangenheit zum aktuellen Geschehen. Dies schleicht sich fast unbemerkt beim Lesen ein.

Was man Simenon lassen muss: er weiß mit Spannung zu spielen. Währen des Lesens weiß man lange nicht, was geschehen ist, weshalb das heimliche Paar vor Gericht steht. Man fiebert der Auflösung entgegen und erst kurz vor Schluss begreift man das Ausmaß des Ganzen.

In der Kürze liegt die Würze. Das trifft auf diesen knapp 180 Seiten-Roman definitiv zu. Simenon hält hier mit der Wahrheit lange zurück, aber durch die wenigen Seiten wirkt es nicht künstlich in die Länge gezogen und es besteht auch nicht die Gefahr, das Interesse zu verlieren.

FAZIT

“Das blaue Zimmer” hat mich zwar nicht umgehauen, aber dennoch gut unterhalten. Ich habe den einfachen und eingängigen Erzählstil sehr genossen und werde noch einen Simenon lesen, der mich hoffentlich noch ein bisschen mehr begeistern wird.


DAS BLAUE ZIMMER von George Simenon

Atlantik | 2019 | 176 Seiten
erhältlich als TaschenbucheBook

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