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Rückblick

Mein April 2020

Anzeige. Was war der April aufregend – und das leider nicht im positiven Sinn. Anfang April habe ich mir eine kleine Pause gegönnt, weil mir alles zu viel geworden ist – die Welt, der Alltag, das Bloggen. Ich hatte keinen Spaß mehr an diesem Hobby, es war eher eine Pflicht. Und so soll das ja nicht sein. Überraschenderweise kam die Lust aufs Bloggen viel früher zurück als erwartet. Trotzdem wird es erst mal noch ruhig bleiben. Ich will jetzt nur noch bloggen, wenn ich auch Lust dazu habe, also seltener als bisher. Dafür möchte ich auf Instagram aktiver sein und dich mehr an meinem Lesealltag teilhaben lassen (und das klappt bisher echt gut). In den Leselaunen habe ich dich schon an meinen Gedanken zum Bloggen teilhaben lassen.

Ich hoffe, dass damit erst mal alle zufrieden sind. Aber nun zu den wirklich wichtigen Dingen: meinen Leserückblick auf den April 2020!

GELESEN

Ich habe im April vier Bücher aus vollkommen unterschiedlichen Genres gelesen, nämlich einen Liebes- und einen Fantasyroman, einen literarischen Roman und einen Lyrikband, der stark in Richtung Horror geht. Insgesamt bin ich damit auf 1.408 Seiten gekommen und ich habe durchschnittlich ungefähr 6 Tage für ein Buch gebraucht. Die durchschnittliche Bewertung liegt bei 4 Sternen, es war also ein ganz guter Monat.

ROYAL BLUE von Casey McQuiston

Mein lesendes Ich hat tatsächlich schon viel früher gemerkt, dass ich unter Stress stehe. Kein Buch konnte mich so richtig fesseln und ich brauchte unbedingt leichte Kost, bei der man sich fallen lassen konnte. Mit “Royal Blue” habe ich da genau zum richtigen Buch gegriffen, denn ganz ehrlich: Es war mega! Ich konnte so gut in diese lockerleichte Geschichte eintauchen, habe mich köstlich mit den Charakteren amüsiert und hatte beim Lesen einfach so viel Spaß wie schon lange nicht mehr. Beim Durchforsten meines Bücherregals habe ich dann leider feststellen müssen, dass ich mittlerweile ziemlich wenige Wohlfühlbücher besitze. Daran muss ich unbedingt etwas ändern. Die Rezension zu “Royal Blue” ist schon online und findest du hier.

DER SCHWARZE THRON – DIE GÖTTIN von Kendare Blake

Weiter ging es mit dem finalen Band der “Der schwarze Thron”-Reihe. Und leider konnte mich der nicht wirklich überzeugen. Die Reihe war so unglaublich gut, ist von Band zu Band besser geworden – stilistisch und technisch. Aber das Finale war dann nicht so actionreich wie erwartet und auch nicht so spannend und mystisch wie die Bände zuvor. Das ist so, so schade. Eine Rezension folgt demnächst.

THE MELANCHOLY DEATH OF OYSTER BOY & OTHER STORIES von Tim Burton

Nach “Der schwarze Thron – Die Göttin” holte mich die Leseflaute dann doch ein. Ich begann unglaublich viele Bücher, aber nichts konnte mich fesseln. Mit diesem Lyrikband von Tim Burton fand ich dann die Lösung, doch irgendetwas zu lesen. Und ich weiß ehrlich gesagt noch nicht, wie ich die Rezension zu diesem Buch schreiben soll, weil … wow! Es ist so toll und düster und schaurig und fies. Aber eben so toll! ♥

WAS ICH EUCH NICHT ERZÄHLTE von Celeste Ng

Für “Was ich euch nicht erzählte” brauchte ich mehrere Anläufe. Was mich wirklich wundert, weil ich den zweiten Roman der Autorin, “Kleine Feuer überall”, sehr gefeiert habe. Aber ist man erst mal über die ersten 60 Seiten hinweg, legt Ng einen Bann über einen und man kann kaum noch aufhören. Ng versteht sich darauf, einzigartige Charaktere und Beziehungen zu erschaffen, deren Abgründe sich erst nach und nach zeigen. Ich bin begeistert, auch wenn nicht ganz so wie bei ihrem anderen Buch. Die Rezension kommt noch!

NEUZUGÄNGE

Wie letzten Monat schon erwähnt, habe ich mir ein Buchkaufverbot auferlegt, bei dem ich mir über das Jahr fünf Ausnahmen erlaube. Eine dieser Ausnahmen ist schon verbraucht und die zweite habe ich mir mit “Der schwarze Thron – Die Göttin” gegönnt. Ich habe das Gefühl, dass ich diese Regel mit den fünf Büchern wohl doch nicht werde einhalten können, obwohl es sehr gut dafür aussah. Aber ich habe trotzdem das Gefühl, meinen SuB momentan gut im Griff zu haben.

GEBLOGGT

Der Monat begann wie immer mit einem Rückblick auf meine gelesenen Büchern. Anschließend folgte ein Beitrag zu einem wirklich hübschen Kalender, den ich testen durfte. Von der gleichen Marke durfte ich ein Bullet Journal testen, dass ich kurzerhand zum Book Journal gemacht habe. Hier stelle ich es dir vor. Und dann kam ein Beitrag, den ich lange hinausgezögert habe. Ich brauchte eine Pause und weil ich nicht wusste, wie lange, habe ich dich in meine Gefühlswelt rund um die aktuelle Lage eintauchen lassen.

Die erste Rezension im April hat so viele Reaktionen hervorgerufen (vor allem auf Instagram) wie schon lange keine Rezension mehr von mir. Dabei ging es um das Buch “Die Frau in der Themse” von Steven Price, das wirklich etwas besonderes ist. Mein Highlight im April habe ich auch schon rezensiert, nämlich: “Royal Blue” von Casey McQuiston. Und zu guter Letzt kam die Rezension zu “Schuldig” von Kanae Minato online, das mich leider sehr enttäuscht hat.

DER MAI

… wird hoffentlich besser als der April (Spoiler: wird er nicht). Im April hat mich so ein heftiges Tief erwischt wie schon lange nicht mehr. Mir war einfach alles zu viel, weshalb ich mir auch die Pause vom Blog gegönnt habe. Wie du siehst, bin ich wieder zurück – und das viel früher als ich es selbst gedacht hätte. Aber ich glaube, ich habe die richtige Einstellung zum Bloggen wieder gefunden. Nämlich, dass es Spaß machen soll und keine Pflicht mehr ist. Deshalb: Ich bin zurück, wenn auch noch nicht ganz. Ich will es im Mai langsam angehen lassen, das Bloggen wieder genießen und neues ausprobieren. Gleichzeitig will ich aber auch weniger. Weniger Druck, weniger Beiträge, mehr Zeit für Dinge, die mir gerade wichtiger sind.

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  • Habt ihr schon mal was von Celeste Ng gelesen?
Kann ich euch nur empfehlen, denn ihre Schreibe ist der absolute Wahnsinn! Sie schafft ihren Charakteren so enorm viel Tiefe, wie ich es bisher nich nie erlebt habe. Und all ihre Abgründe, die sich nach und nach auftun, ihre Verbindungen, die sich entschlüsseln lassen. Was Ng mit ihren Charakteren schafft, ist unglaublich! Da ist sie für mich ein großes Vorbild. 
Auf dem Bild seht ihr „Was ich euch nicht erzählte“, das ich im April gelesen habe. „Kleine Feuer überall“ fand ich aber sogar noch besser. Dazu gibt es jetzt eine Amazon-Serie, die ich mir unbedingt demnächst anschauen muss 😍
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Welche Charaktere in welchem Buch haben euch zuletzt so richtig begeistert?
  • Uff, was für eine Nacht!
Ich habe total viel unterschiedlichen Mist geträumt (ich musste unter anderem zum Zahnarzt) und dann auch noch so verschlafen, dass ich zwar noch pünktlich zur Arbeit komme, aber mir keinen Kaffee mehr machen konnte. Dabei hätte ich ihn so dringend gebraucht 😅
Mein Montag macht seinem Namen bisher also alle Ehre. Aber ich muss heute nur den halben Tag arbeiten und will danach lesen und schreiben 😊 und Bilder für Insta machen. Und eventuell joggen, falls es trocken bleibt.
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Was habt ihr heute vor?
  • Anzeige. Was soll ich zu diesem Finalband nur sagen? Ich bin wirklich sehr Zwiegespalten, denn die Reihe habe ich sehr geliebt. Der erste Band war noch so lala, aber dann wurde es mit jedem Band besser und spannender. Es wurde sogar so spannend, dass ich ein wirklich episches Finale erwartet habe. Aber so episch war es dann leider gar nicht. In der Rezension auf meinem Blog bin ich ein bisschen ausführlicher geworden, da könnt ihr gerne vorbeischauen 😊
  • Vor ein paar Tagen habe ich in meiner Story noch gesagt, dass mich das Buch gar nicht so sehr packt und jetzt bin ich voll drin. Ich bin momentan auf Seite 191 von 576, es könnte also eigentlich schneller vorangehen, aber da ich gerade eine miese Leseflaute mit mir rumschleppe ist das doch eigentlich ganz gut 😊
Aber jetzt mal zum Buch: Wieso ist es so packend? Ich kann es gar nicht sagen. Ich mag diesen lockeren episodenhaften Schreibstil. Er ist keine Meisterleistung, da geht mehr, aber er ist genau richtig für diese Story und genau richtig zum "einfach weglesen". Gleichzeitig sind die Charaktere total interessant. Sie bleiben bisher noch eher oberflächlich, aber ich hoffe, das gibt sich noch. Was mir auch total gut gefällt: Das Buch verläuft anders als der Film. Also mit dem Film hat man sich schon nahe an der Handlung gehalten, aber so ein paar Kleinigkeiten sind im Buch eigentlich anders und genau die machen es total interessant. Collin Khoo, zu dessen Hochzeit Rachel und Nicholas nach Singapur reisen, hat mehr Tiefe und seine ganz eigenen Probleme. Die tauchen im Film zum Beispiel gar nicht auf.
Einen klitzekleinen Kritikpunkt habe ich. Aber der ist eigentlich gar nicht an der Story selbst, sondern an der Anzahl der Charaktere. Ich komme einfach nicht mit! Wer ist wer?!
Nick meinte einmal: "Für Außenstehende ist sein Stammbaum schwer zu verstehen." Also wenn das mal nicht die Untertreibung des Jahrtausends ist!
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Klappentext: Rachel ist überglücklich: Ihr Freund Nick möchte sie endlich seiner Familie in Singapur vorstellen. Doch schon kurz nach ihrer Ankunft in Asiens schillerndster Stadt wird Rachel klar, dass Nick aus der obersten Schicht der Superreichen stammt, einem geschlossenen Kreis, der unermessliche Reichtümer besitzt. Plötzlich sieht sie sich konfrontiert mit schrillen Verwandten, glamourösen Nebenbuhlerinnen und Privatjets mit ayurvedischen Yogastudios. Welchen Wert hat Liebe in dieser maßlosen Welt?
  • „Die Nickel Boys“ ist mein bisher einziges beendetes Buch im Mai (eine Woche hab ich ja noch, um die Zahl zu erhöhen 🤓), und leider fand ich es eher so lala.
Es geht um eine Besserungsanstalt und spielt so ca. in den 60ern (ich hoffe, ich vertue mich da gerade nicht komplett) und Rassentrennung ist noch ein ganz großes Thema. 
Der Protagonist ist eigentlich ein braver Schüler, ist sogar so weit, dass er während der Highschool schon Collegeseminare belegen kann. Dann kommt es, wie es so oft passiert: er ist zur falschen Zeit am falschen Ort und wird verurteilt. Im Nickel, der Besserungsanstalt, läuft das Leben ganz anders. Die Weißen und Schwarzen werden getrennt untergebracht, die Weißen kriegen „gute“ Anstaltskleidung, die Schwarzen alte und abgenutzte. Im Nickel muss man nicht unbedingt etwas anstellen, um bestraft zu werden. Das geschieht mit Willkür und wie ihr euch denken könnt, ist viel Gewalt im Spiel.
Die Begebenheiten beruhen teilweise auf wahren Geschichten von ehemaligen Insassen solcher Anstalten, was das ganze Buch noch erschreckender macht. Trotzdem hat es mich leider nicht so sehr gepackt. Es war heftig, ging mir aber nicht so nahe. Die Intensität des Textes hat mir irgendwie gefehlt. Eine ausführliche Rezension auf dem Blog kommt noch 😊
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Welche Bücher habt ihr diesen Monat schon gelesen?
  • Eigentlich lese ich ja keine Manga. Aber von dem hier haben alle so geschwärmt und dann war die liebe @ninismangatraeume so nett, ihn mir zu schenken. Danke nochmal ♥️
Jedenfalls habe ich ihn gelesen (eigentlich sogar schon letztes Jahr) und endlich meine Rezension dazu verfasst. Ihr findet sie zusammen mit zwei anderen Rezensionen in meinem neuesten Blogbeitrag. Der Link ist wie immer im Profil 😊
Es ist nur eine Kurzrezension, aber ich versuche das hier mal noch kürzer zu fassen:
Ich mag den Zeichenstil und die Geschichte unheimlich gerne. Sie ist so entzückend und einzigartig. Aber mit Manga werde ich wohl einfach nicht mehr warm. Mir fehlen da die Gefühle, die dringen irgendwie einfach nicht so richtig zu mir durch, wie es bei einem normalen Buch der Fall wäre.
Deshalb kriegt der Manga ganz klar eine Empfehlung von mir, weil er so besonders ist. Aber als Buch hätte er mir wahrscheinlich besser gefallen 😂
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Lest ihr Manga?
  • Diese beiden Bücher wollte ich eigentlich schon im April lesen. Bei „Was ich euch nicht erzählte“ hab ich das sogar geschafft 😊 Es hat mir ganz gut gefallen, auch wenn es ein bisschen gebraucht hat, um spannend zu werden, und mir „Kleine Feier überall“ besser gefallen hat.
„Die Kunst, ein kreatives Leben zu führen“ habe ich angefangen, aber bisher bin ich noch nicht besonders weit.
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Macht ihr euch Leselisten? Und haltet ihr euch immer daran, oder ändert ihr sie immer wieder?
  • Als ich mein Regal umgeräumt habe, hatten die Bücher von @ninablazon plötzlich ein eigenes Regalbrett 😂
Stehen bestimmte Bücher in euren Regalen auch so im Rampenlicht?
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Am liebsten mag ich von ihr übrigens „Faunblut“, gefolgt von „Rabenherz und Eismund“, „Totenbraut“ und „Der Winter der schwarzen Rosen“.