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Rezension

SCHULDIG von Kanae Minato

Anzeige. Vielleicht kannst du dich noch an meine Rezension zu “Geständnisse” erinnern. Sie war sehr positiv, und ich habe schon öfter über dieses Buch geschwärmt. Deshalb habe ich mich wahnsinnig darauf gefreut, als ich erfahren habe, dass es ein weiteres Buch der Autorin geben wird. Ich konnte es kaum erwarten, bis es endlich bei mir ankam. Aber dann war es so ganz anders als erwartet.

KLAPPENTEXT

Fünf Studenten aus Tokio wollen in einem abgelegenen Dorf zusammen ein paar Ferientage verbringen. Einer von ihnen, Hirosawa, kommt bei einem Autounfall auf einer kurvenreichen Bergstraße ums Leben. Drei Jahre später holt das schreckliche Ereignis die ehemaligen Studienkollegen ein. Sie erhalten anonyme Briefe, in denen sie des Mordes an ihrem Freund beschuldigt werden. Raffiniert erzählt die japanische Erfolgsautorin Kanae Minato von den zahlreichen Verkettungen, die zu dem tödlichen Unfall geführt haben, lockt den Leser gekonnt auf falsche Fährten, bis schließlich die tragische Wahrheit ans Licht kommt.

Quelle: C.Bertelsmann

MEINE MEINUNG

Meinen ersten Versuch mit diesem Buch startete ich vor fast einem Jahr, brach nach knapp 100 Seiten wieder ab, weil absolut keine Spannung aufkam. Kaffeeliebhaber werden an diesen Seiten vermutlich ihre Freude haben, weil es hauptsächlich ums Kaffeebrühen und unterschiedliche Kaffeebohnen geht. Ich liebe Kaffee auch sehr, aber ich trinke ihn lieber, als etwas über seine Machart zu lesen – vor allem in einem Thriller.

Ich fand diese ewigen Anekdoten über Kaffee wirklich anstrengend und war echt froh, als es endlich um die Vergangenheit und den tragischen Unfall ging. Zwar ist auch die Fahrt in das Bergdomizil, das Schauplatz des Unfalls sein soll, sehr langatmig beschrieben, aber es bot doch zumindest ein bisschen Abwechslung. Und es wurde dann auch echt spannend, aber sobald der Unfall passiert ist, springen wir wieder in die Gegenwart und irgendwie … geht es wieder um Kaffee.

Auch der Protagonist trägt nicht unbedingt zur Handlung bei. Mir kam er die ganze Zeit sehr durchsichtig vor, wie ein Fähnchen im Wind, ohne eigene Meinung. Natürlich ist das so gewollt und hat seinen interessanten Beigeschmack, aber es ist halt trotzdem einfach langweilig und nicht besonders spannend, nur von so einem Charakter zu lesen.

Das Ende wurde mir gespoilert und ich muss sagen, dass es mich dann doch ein bisschen überrascht hat. Weil ich einfach nicht an diese Auflösung gedacht hätte. Andererseits kam es mir während dem Lesen auch nicht so vor als gäbe es etwas aufzulösen. Das große Rätsel, um das es in “Geständnisse” geht, hat mir in “Schuldig” einfach gefehlt.

FAZIT

Dafür, dass ich mich so auf dieses Buch gefreut hatte, war die Enttäuschung natürlich umso größer. Ich fand es leider überhaupt nicht spannend und habe die stilistische und erzählerische Leistung von “Geständnisse” sehr vermisst. Nach so einem Highlight leider ein Flop.


SCHULDIG von Kanae Minato

2019 | 320 Seiten
erhältlich als Hardcover | eBook

Meinungen anderer Leser

I am Jane | Kimonobooks

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