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Rezension

Der Wilde Westen trifft auf das elegante London: DIE FRAU IN DER THEMSE von Steven Price

Anzeige. Als ich dieses Buch in der Vorschau entdeckt habe, war ich direkt neugierig. Selten hat mich ein Diogenes-Cover so sehr angesprochen wie dieses. Da ich mich damals voll in der Thriller-Phase befand, wusste ich direkt: Das Buch muss ich haben. Als der Brocken dann ankam, war ich doch etwas überrascht von der Dicke des Buches und der Größe der Schrift. Wie es mir letztendlich gefallen hat, erfährst du in dieser Rezension.

KLAPPENTEXT

Charlotte Reckitt ist schön, stolz und gesetzlos. Ihre Coups sind phänomenal, ihre Erfolge beachtlich. Und sie ist eine Schlüsselfigur im Leben zweier Männer: William Pinkerton, berühmt-berüchtigter Detektiv, und Adam Foole, Gentleman-Dieb mit Witz und Chuzpe. Für den einen war sie einst die Erfüllung all seiner Träume, für den anderen ist sie die letzte Spur einer lebenslangen Besessenheit. Eine atemlose Jagd beginnt.

Quelle: Diogenes

MEINE MEINUNG

Was mir schon nach den ersten Seiten aufgefallen ist: Price schreibt sehr atmosphärisch. In jeder Szene hatte ich beim Lesen direkt ein Bild vor Augen, ich habe mich als Teil der Szene gefühlt. Deshalb kam mir die Verbindung vom Wilden Westen und dem eleganten London auch sehr früh. Denn der Protagonist hat ein bisschen was von einem verwegenen Cowboy, der sich in eine Welt verirrt hat, in die er so gar nicht zu passen scheint.

Es bleibt nicht aus anzumerken, dass die Charaktere allesamt im ersten Moment befremdlich wirken. Sie fügen sich so perfekt in die Handlungszeit des Buches ein, dass wir als Leser heute vermutlich einfach ein bisschen brauchen, um mit ihnen warm zu werden. Umso echter wirkten sie beim Lesen dafür auch. Ich könnte nicht sagen, welchen Charakter ich am meisten mochte oder am wenigsten, weil sie alle so vielfältig sind, alle ihre positiven und negativen Seiten haben.

Vieles an diesem Buch wirkt auf den ersten Blick etwas befremdlich. So habe ich mir auch mit den ständigen Ortswechseln und den Zeitsprüngen anfangs sehr schwer getan. Bis sich dann mal der Anfang eines Gesamtbildes offenbart hat und ich endlich verstanden habe, dass der Protagonist William Pinkerton, der Pinkerton ist und es hier auch um die Anfänge der Pinkerton-Detektei geht.

FAZIT

Alles in allem ist “Die Frau in der Themse” ein toller Spannungsroman, der mit einzigartigen Charakteren, einem tollen Finale und großartiger schriftstellerischer Leistung punkten kann. Man muss sich allerdings erst ein bisschen auf die Geschichte einlassen können und in ihren Rythmus finden, bevor man sie genießen kann. Denn das Erzähltempo schwankt zwischen rasant und kriechend und das Buch ist wirklich ein fetter Schinken.


DIE FRAU IN DER THEMSE von Steven Price

2019 | 928 Seiten
erhältlich als Hardcover | eBook

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2 COMMENTS
  • Zeilentänzerin
    8 Monaten %1$s %2$s vor %3$s (%4$s)

    Das klingt doch vielversprechend =) Ich mag das atmosphärische Cover schon sehr gerne und kann mir vorstellen, dass auch mir das Buch gefällt. Einzig die 900 Seiten schrecken mich etwas ab =)

    • Kate
      8 Monaten %1$s %2$s vor %3$s (%4$s)
      Autor

      Das Cover ist wirklich mega. Da gehen direkt die Bilder im Kopf los. Aber ja, es ist schon echt sehr dick.

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