Oben
Rezension

DIE BLUTKÖNIGIN von Sarah Beth Durst

Anzeige. Ich weiß gar nicht, ob ich schon bereit für diese Rezension bin. Weil das so sehr Abschluss bedeutet und ich mir nicht sicher bin, ob ich mit diesem Buch schon abschließen kann. Mit dieser Welt, mit diesen Charakteren, mit Daleina.

Dass „Die Blutkönigin“ gut sein soll, habe ich online schon von mehreren gehört und auf Blogs wie Zeilenwanderer und Miss Pageturner auch gelesen. Deshalb war ich wahnsinnig neugierig auf das Buch, aber ganz oft machen einem zu hohe Erwartungen dann doch einen Strich durch die Rechnung. Jetzt also die Frage, wie war es bei mir? Wie hat mir „Die Blutkönigin“ gefallen?

INHALT

Da ich das Schreiben der Rezension jetzt so lange vor mir hergeschoben habe, fällt es mir sogar noch schwerer als sowieso schon. Also fangen wir einfach bei Null an: Die Welt, in der „Die Blutkönigin“ spielt, wird von Geistern bestimmt. Diese Feuer-, Wasser-, Luft-, Erd-, Eis- und Holzgeister stellen die Natur in Renthia dar. Sie sogen für Wälder, für Flüsse, dafür dass alles wächst und gedeiht. Aber sie bringen auch gerne Verwüstung mit sich, verursachen Tod und Verderben. Vor allem, wenn Menschen die Natur zerstören, aber manchmal überkommt sie auch einfach so die Raserei und sie metzeln ganze Dörfer nieder. So auch Daleinas Dorf Graubaum.

Ihre Familie überlebt nur durch Daleinas bis dahin unentdeckte Fähigkeit, die Geister zu kontrollieren, und von da an trainiert sie dafür, auf der Akademie aufgenommen und zur Thronanwärterin ausgebildet zu werden.

MEINE MEINUNG

Besonders angetan haben es mir hier definitiv die Charaktere. Vor einer Weile gab es wilde Diskussionen zum Thema „Starke Protagonistinnen“. Denn irgendwie schreit jeder nach Büchern über starke Frauen und dann sind diese Protagonistinnen meistens doch gar nicht so stark wie man sie sich vorgestellt oder erwartet hat.

Daleina ist äußerlich alles andere als Stark. Ihr Talent, die Geister zu befehligen, ist nicht besonders groß – selbst die Direktorin legt ihr nahe, das Dasein einer einfachen Dorfhexe anzustreben, weil sie nicht mächtig genug ist – dafür ist ihr Ehrgeiz umso größer.

Ich habe es so genossen, von einem Mädchen zu lesen, das mal nicht perfekt ist, das nicht alles kann, ganz im Gegenteil! Daleina gehört von den Fähigkeiten her zu den schlechtesten ihres Jahrgangs. Sie wird nicht davon getrieben, dass sie so stark und mächtig ist, sondern einzig von ihrem Willen. Und selbst darin ist sie nicht vollkommen, denn sie hegen immer wieder Zweifel, ob sie das richtige tut, ob sie ihr Ziel, die Menschen zu beschützen, erreichen kann. Und sogar Zweifel daran, ob das wirklich noch ihr Ziel ist.

Ich finde, „Die Blutkönigin“ wird sehr von diesem starken Charakter getragen, da gerät diese magische Welt beinahe in den Hintergrund. Allerdings nur beinahe, denn der Vorfall in Graubaum bleibt natürlich nicht der einzige. Während wir Daleina auf ihrem Weg zur Thronantwärterin begleiten, erleben wir auch Meister Ven dabei, wie er an seiner geliebten Königin zweifelt, die von den Angriffen auf die äußeren Dörfer erst nichts wissen will und diese dann sogar vertuscht. Er muss sich mit dem Gedanken anfreunden, dass diese mächtige Frau nicht mehr so mächtig ist und dass Renthia unbedingt vor ihr beschützt werden muss.

Das Buch hatte meiner Meinung nach ein paar kleine Längen, was bei so vielen Seiten vielleicht auch normal ist. Aber als Daleina und Meister Ven aufeinandertreffen, nimmt die Handlung sehr rasant an Fahrt auf. Von Längen ist da keine Rede mehr, sondern nur noch von Spannung, von unerwarteten Wendungen und tollen Charakterentwicklungen.

FAZIT

Mir hat dieses Buch unglaublich gut gefallen, und hätte es diese wenigen Längen am Anfang nicht gegeben, wäre es vermutlich geradewegs auf den Thron des Jahreshighlights gestiegen. Ich mochte die Charaktere sehr und auch die Wendungen waren teilweise total überraschend. Für Fantasyliebhaber bekommt “Die Blutkönigin” definitiv eine Empfehlung. Ob ich den zweiten Band lesen möchte, weiß ich noch nicht, da es darin um eine andere Königin geht und ich mich noch nicht ganz von Daleina verabschieden möchte.


DIE BLUTKÖNIGIN von Sarah Beth Durst

2017 | 544 Seiten
erhältlich als Paperback | eBook

«

»

Was mache ich jetzt?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Newsletter

IMMER ALLES MITBEKOMMEN!
Erhalte eine Email bei neuen Beiträgen.


Kateastrophy sammelt deine eigegebenen Daten, um mit dir in Kontakt zu bleiben und dir Newsletter schicken zu können.

  • Anzeige. Diese drei Bücher habe ich im März gelesen. Während mir „Die Maske“ sehr gut gefallen hat, hat mich „Scham“ extrem aufgewühlt. Und „Schuldig“ war leider die Enttäuschung des Monats. Genaueres gibt es in meinem Monatsrückblick auf dem Blog 😊
  • Anzeige. Vor ca. zwei Wochen habe ich dieses Buch beendet und ich bin irgendwie immer noch überfordert. Trotzdem habe ich jetzt endlich die Rezension geschrieben und auf meinem Blog hochgeladen (Link im Profil!).
Aber wie geht man mit so einem Buch um? Mit einem Buch, das von einer Vergewaltigung und den Folgen für die Frau handelt. Ein Buch, das kaum Unterhaltung bietet, weil es so weh tut. Das Lesen von "Scham" war ganz oft sehr beklemmend. Obwohl es so kühl geschrieben ist, fühlt man irgendwie trotzdem so viel von dem, was die Protagonistin fühlt.
Empfehlen lässt sich dieses Buch nicht einfach so, weil das Thema heftig ist, weil es heftig beschrieben wird, weil das Buch ganz, ganz sicher nicht für jeden etwas ist. Trotzdem bin ich froh es gelesen zu haben. Einfach wegen dem Gedankenstrudel, den es ausgelöst hat. Mehr zu meinen Gedanken dazu dann auf meinem Blog.
  • Ich wünsche euch einen wunderschönen Tag!
Gestern hatte ich überraschend frei und wollte eigentlich total produktiv sein und einen Beauty/Wellness-Tag einlegen. Stattdessen hab ich den ganzen Tag Animal Crossing gespielt. Hupsi 😬
Am Wochenende Versuch ich es dann nochmal, damit hoffentlich wieder Routine ins Bloggen kommt 😊
.
Was steht bei euch heute so an?
Ich muss vermutlich länger arbeiten und werde nebenbei lernen. Sehr spannend 🙄
.
.
📷: „Die Maske“ und „Der Revolver“ von Fuminori Nakamura (beide super, zweites bereits auf dem Blog rezensiert) und „Der Abgrund in dir“ von Dennis Lehane (noch ungelesen)
  • Anzeige. Ich hab gestern dieses Buch beendet und ... puh, das war echt hart. Ich kann nicht sagen, ob das Buch gut war, weil die Thematik so heftig und schlimm ist, dass man das kaum gut nennen kann.
Ich spreche hier ganz deutlich eine Triggerwarnung für Vergewaltigung und Kindesvernachlässigung aus. Denn es geht um eine Frau, die von ihrem Chef überwältigt wird und die, als sie schwanger wird, davon überzeugt ist, dass das Kind von ihrem Vergewaltiger ist und nicht von ihrem Mann. 
Von da an befindet sie sich in einem Kreislauf, in dem mal alles gut läuft, sie ihre Routine findet, und in dem dann wieder alles schrecklich läuft, weil sie ihr Kind nicht lieben kann und allen etwas vorspielt.
Dieses Buch war so, so schlimm, weil Marie mit all dem alleine war, obwohl sie eigentlich nicht alleine ist. Aber sie hatte nicht den Mut, sich jemandem anzuvertrauen.
Beschrieben wird das alles in einem sehr kühlen Ton. Dieser Abstand zur Protagonistin ist beim Lesen aber vielleicht ganz gut, weil man es sonst kaum ertragen könnte.
Für eine Rezension muss ich mir noch meine Gedanken machen, aber so viel sei schon gesagt: ich kann es empfehlen, aber man sollte sich darüber im Klaren sein, dass diese Geschichte definitiv kein Zuckerschlecken ist.
  • Ich hab’s schon mal erwähnt: Mein Blog ist im März fünf Jahre alt geworden und jetzt gibt es auch einen Beitrag dazu 😊 Den Link findet ihr wie immer in meinem Profil!
.
Ansonsten wünsche ich euch einen schönen Wochenstart. Und an alle, die wie ich rausmüssen: Haltet durch ♥️
(Ich fahre gerade in die Arbeit und auch an der dritten Haltestelle ist niemand zugestiegen ... gruselig 😖)
  • Gestern war #Schreibnacht und ich habe sie im Videocall mit den Chatadias verbracht. Wer hätte gedacht, dass wir wirklich so viel schreiben und uns nicht nur gegenseitig ablenken würden? Es hat so gut getan, diese Atmosphäre zu spüren, wenn jeder in sein Manuskript vertieft ist. Vor allem hat es so gut getan, nach drei Wochen Pause endlich wieder zu schreiben 😍
Auf dem Bild steht ihr einen Ausschnitt aus dem Pinterestboard zu meinem aktuellen Projekt. (Link ist im Profil)
Und hier noch ein dickes fettes Danke an die #Chatadias dafür, dass wir uns so lange kennen, dass uns das Schreiben so verbindet und dass ihr der Grund seid, weshalb ich immer noch an diesem Traum festhalte ♥️♥️
.
Wer von euch schreibt auch?
  • Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende! ♥️
Ich verbringe meines mit Bloggen, lesen, schreiben und hoffentlich Animal Crossing. Oh ja, und mit viel Kaffee 😍 habt ihr Lust, dass ich euch mal ein Wochenende mitnehme? Ich habe eh das Gefühl, in den Storys in letzter Zeit zu inaktiv zu sein. Lasst es mich gerne wissen 😊
Übrigens poste ich gerade mein Lieblingsbild von euch, wenn ihr mit einem ♥️ auf meine Story reagiert!
.
Wie sieht euer Wochenende aus?
.
.
P.S. In Bayern herrschen jetzt Ausgangsbeschränkungen. Ist für viele ein großes Ding, aber ich denke nur so: juhuuu, endlich die Erlaubnis die ganze Zeit auf dem Sofa rumzugammeln. Ohne schlechtes Gewissen, dass man ja auch mal rausgehen sollte 🙈😂
  • Ich schicke euch ganz liebe Grüße!
In Bayern wird jetzt der Katastrophenfall ausgerufen. Das heißt, alle Läden schließen, außer natürlich Supermärkte und Apotheken.
Ich bin gerade auf dem Weg zur Arbeit und kann das alles gar nicht realisieren. Alles wirkt so normal, die Sonne scheint. Aber man merkt schon, dass weniger Leute unterwegs sind. Kommt mir vor, als würde ich einen Thriller lesen, in dem es um ein Supervirus geht ... hab ich übrigens erst vor ein paar Wochen. Aber ob auf „Cold Storage“ jetzt noch jemand Lust hat?
.
Jedenfalls: passt auf euch auf! Geht kein unnötiges Risiko ein und denkt an eure Mitmenschen ♥️ und lest ganz viel. Wenn ihr mich fragt, gab es nie einen besseren Grund, in andere Welten zu fliehen 📖