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Ratgeber

LEBEN, SCHREIBEN, ATMEN von Doris Dörrie

Anzeige. Ich schreibe diese Rezension, obwohl ich das Buch noch gar nicht beendet habe. Aber „Leben, schreiben, atmen“ ist auch keine Lektüre, die man in einem Rutsch durchliest. Es ist ein Buch, mit dem man arbeitet, das man immer wieder aufschlägt, um Inspiration zu sammeln und sich zum Schreiben zu motivieren.

KLAPPENTEXT

Schreiben heißt für Doris Dörrie, das eigene Leben bewusst wahrzunehmen. Wirklich zu sehen, was vor unseren Augen liegt. Oder wiederzufinden, was wir verloren oder vergessen haben. Es ist Trost, Selbstvergewisserung, Anklage, Feier des Lebens. Doris Dörrie denkt in diesem einzigartigen Buch über das autobiographische Schreiben nach, gibt Tipps und kreative Anleitungen. Und sie legt gleich selbst los und erzählt hinreißend ehrlich von ihrem eigenen Leben.
Quelle: Diogenes

MEINE MEINUNG

„Leben, schreiben, atmen“ ist in Kapitel eingeteilt, die sich ganz unterschiedlichen Themen widmen. Es gibt zum Beispiel ein Kapitel über Musik, ein anderes über Essen. Immer folgt zuerst einmal ein autobiographischer Text der Autorin, nicht immer bleibt sie beim eigentlichen Thema. Autobiographisches Schreiben bedeutet wohl auch sich treiben zu lassen, mit den Worten mitzuschwimmen und die können ganz oft vom Thema, über das man eigentlich schreibt, abweichen. Anschließend fordert sie dazu auf, selbst den Stift zur Hand zu nehmen. Dabei stellt sie anregende Fragen, die einem dabei helfen, in das Thema reinzufinden, den Anfang zu machen.

ERINNERUNGSSTÜTZE

Ganz oft, wenn ich die einzelnen Kapitelüberschriften lese, denke ich: „Wie langweilig!“ Dann lese ich Dörries Text, der doch fast immer etwas in mir auslöst. Meine Gedanken gehen auf Wanderschaft und aus dem anfänglichen „Langweilig“ wird ganz plötzlich eine Geschichte aus meiner Vergangenheit, die ich zu Papier bringen muss.

Es ist nicht nur einmal vorgekommen, dass durch Dörries autobiographische Texte Erinnerungen in mir geweckt wurden, an die ich gar nicht mehr gedacht habe. Diesen Aha-Moment habe ich ganz oft, wenn ich mich hinsetze und zu einem ihrer Themen selbst etwas schreibe.

MORGENSEITEN

Ich nutze „Leben, schreiben, atmen“ an Tagen, an denen ich morgens Zeit habe, für meine Morgenseiten. Wenn die Gedanken noch frisch vom Schlaf sind, die Worte noch ungebraucht. Dann lese ich mir ein Kapitel durch und schreibe drauf los. Das macht so viel Spaß und ist eine tolle Routine, um ins Schreiben zu kommen.

FAZIT

„Leben, schreiben, atmen“ ist pure Inspiration! Ich habe nicht zu jedem Kapitel etwas zu schreiben, manchmal berühren mich die Themen nicht so, dass eine Wortflut über mich hereinbrechen würde. Aber ganz oft sind da dann doch plötzlich Erinnerungen, die ich aufschreiben muss. Und ich lese mir die Texte im Nachhinein wahnsinnig gerne durch, weil sie so viel von mir widerspiegeln, was ich manchmal vergesse.


LESEN, SCHREIBEN, ATMEN von Doris Dörrie

Diogenes | 2019 | 288 Seiten
erhältlich als Hardcover | eBook

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4 COMMENTS
  • Zeilentänzerin
    5 Monaten %1$s %2$s vor %3$s (%4$s)

    Oh schön, das klingt wirklich inspirierend und motivierend! Für mich ist das Buch schon lange großes Thema. Bisher ist es aber leider nicht bei mir eingezogen. Das soll sich nun schnell ändern.

    • Kate
      5 Monaten %1$s %2$s vor %3$s (%4$s)
      Autor

      Freut mich, dass meine Rezension dir einen letzten Schubs verpasst hat 🙂 Es ist wirklich inspirierend!

  • Elizzy
    5 Monaten %1$s %2$s vor %3$s (%4$s)

    Das hört sich wirklich toll an! Danke für diesen Einblick ins Buch!

    • Kate
      5 Monaten %1$s %2$s vor %3$s (%4$s)
      Autor

      Gerne 🙂

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