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Rezension

COLD STORAGE – ES TÖTET von David Koepp

Anzeige. Ich bin momentan ja in einer richtigen Thrillerlaune. Wenn man mich aber fragen würde, was meine Lieblingsgenres sind, würde Thriller vermutlich aber gar nicht an erster Stelle kommen. Aber es wird schon seine Gründe haben, wieso hier eine Thriller-Rezension nach der anderen online kommt. Diesmal: „Cold Storage – Es tötet“.

MEINE MEINUNG

Stell dir vor, du arbeitest in einer Halle mit vielen Lagereinheiten und dein Job ist es, über Nacht die Stellung zu halten und nach dem Rechten zu sehen. Dann fängt plötzlich dieses nervige Piepen an und nachdem du eine Wand eingeschlagen hast, siehst du, dass das Piepen von einer roten Alarmleuchte stammt, die darauf hinweist, dass in einem Untergeschoss, von dem du nicht einmal etwas wusstest, irgendetwas nicht mit der Temperatur stimmt. Was machst du?

Ich für meinen Teil würde ja ganz schnell das Weite suchen – vor allem nach diesem Prolog -, aber Naomi und Teacake sind so neugierig, dass sie sich kurzerhand auf die Suche nach diesem geheimen Untergeschoss machen. Und damit nimmt das Drama seinen Lauf.

WIE ALLES BEGANN …

Durch den Prolog erfährt man als Leser ganz gut, was sich in diesem geheimen Untergeschoss befindet. Denn da begleiten wir zwei Geheimagenten und eine Biologin nach Australien, wo eine Raumsonde abgestürzt ist, in der ein Virus von der Erde gelagert war. Durch die Weltraumatmosphäre hat sich dieser Virus allerdings zu einem Supervirus entwickelt. Er vermehrt sich unheimlich schnell, kann fast alles durchdringen und wenn er einmal in einen Menschen eingedrungen ist, kann er dessen Denken und Handeln steuern. Und sein einziges Ziel ist es, sich unendlich weit auszubreiten.

Das bietet so einige gruselige Situationen, zum Beispiel als eine tote Hirschkuh plötzlich wieder aufsteht und rumläuft, oder sich die infizierten Menschen ähnlich wie Zombies verhalten.

DER VIRUS

Besonders interessant ist hier, dass auch einige Kapitel aus der Sicht des Virus geschrieben sind. Das vermenschlicht ihn extrem und sorgt dafür, dass man sein Ziel etwas nachempfinden kann. Wobei natürlich ganz klar ist, dass der Virus das Arschloch in dieser Geschichte ist.

DA KOMMT DOCH NOCH EIN ABER

Ich liebe solche Endzeitszenarien ja sehr. Mochte ich schon bei „Die Brut“ und ich finde nur selten Bücher, die eine ähnliche Thematik behandeln. Demnach hätte „Cold Storage“ ein richtig gutes Buch werden müssen oder? Das habe ich so sehr gehofft, aber Tatsache ist, dass mich auch einige Dinge etwas gestört haben. In diesem Buch stehen ganz klar die Charaktere im Vordergrund. Sie werden von Seite zu Seite aufgebaut, als Leser erfahren wir viel über ihre Leben und Einstellungen, was einerseits ganz toll ist, andererseits lesen wir hier einen Thriller und keinen Roman, der auf Charakterentwicklung beruht. Es war manchmal einfach ein kleines bisschen zu viel eingeschobene Info. Das hat der Spannung hin und wieder einen Dämpfer verpasst.

FAZIT

Dieser Thriller hätte perfekt sein können, war er aber leider nicht ganz. Dennoch fand ich ihn sehr lesenswert und spannend. Und auch wenn ich die Charaktere etwas zu sehr im Fokus fand, habe ich sehr mit Naomi und Teacake mitgefiebert und gehofft, dass ihnen nichts passiert.

Also Fazit vom Fazit: „Cold Storage“ kann man durchaus lesen und auch seinen Spaß daran haben, wenn man aber auf Endzeitszenarien im generellen steht, kann ich auch „Die Brut“ wärmstens empfehlen.


COLD STORAGE – Es tötet von David Koepp

HarperCollins | 2019 | 336 Seiten
erhältlich als Hardcover | eBook

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Welche Vorsätze habt ihr euch genommen?
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