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Rezension

TAGEBUCH EINES BUCHHÄNDLERS von Shaun Bythell

“Tagebuch eines Buchhändlers” war mein erster Gewinn bei Vorablesen, weshalb ich mich doppelt darauf gefreut habe. Außerdem war es das perfekte Buch für meinen Abschied aus der Buchbranche. Nachdem ich die Leseprobe gelesen habe, waren meine Erwartungen hoch. Ob diese erfüllt wurden, erfährst du hier.

MEINE MEINUNG

Shaun Bythell ist ein zynischer, eigenbrödlerischer Buchhändler und gibt damit vermutlich das perfekte Bild eines grummeligen Briten in einer Buchhandlung ab. Die ersten Seiten erfüllten sofort meine Erwartungen an seinen Umgang mit den Kunden: nämlich sehr sarkastisch.

Um 11 Uhr hat das Telefon geklingelt. Diese Waliserin ruft alle paar Monate an […] und erkundigt sich jedes Mal nach Theologie des achtzehnten Jahrhunderts. Wenn ich ihr die Titel vorlese, die wir auf Lager haben, antwortet sie stets: “Oh, das ist wirklich sehr enttäuschend.” Sie ruft nun bereits seit mehreren Jahren bei uns an. Anfangs habe ich ihr noch tatsächliche Tiel vorgelesen und mich darum bemührt, etwas Interessantes für sie zu finden, doch inzwischen […] lasse ich das sein und erfinde irgendwelche Titel.

Seite 37 aus “Tagebuch eines Buchhändlers”

Dieses Buch ist wirklich wie ein Tagebuch. So kann man ein Jahr Bythells Leben mitverfolgen. Man erlebt alles, was auch er erlebt. Und während das teilweise etwas langweilig sein kann, weil sich viele Tätigkeiten wiederholen und an manchen Tagen nichts aufregendes passiert, bekommt man einen guten Eindruck in die Branche.

Da ich meine Ausbildung in einem Filialunternehmen gemacht habe, wollte ich unbedingt wissen, wie das alles in einer inhabergeführten Buchhandlung abläuft. Aber natürlich hat mich auch interessiert, wie die Buchbranche in einem anderen Land aufgebaut ist. Und diese Aspekte sind durchaus interessant. So habe ich zum Beispiel erfahren, dass die britischen Verlage Ende der 90er eine Buchpreisbindung, wie sie in Deutschland gültig ist, erzwingen wollten (Seite 39f.). Leider wurde das gesetzlich verboten.

Wer eine Abneigung gegen Amazon hat, wird hier auch auf seine Kosten kommen. Denn obwohl Bythell deutlich macht, dass auch Buchhandlungen teilweise nicht ohne das große A auskommen, schießt er doch ganz gerne gegen den Konzerngiganten. So hat er zum Beispiel einen zerstörten Kindle als Kunstwerk aufgehängt oder verweigert Kunden eine Auskunft über Bücher, damit diese sie nicht über Amazon bestellen können.

Eine der wichtigen Botschaften des Buches ist: Kauft lokal!

Obwohl “Tagebuch eines Buchhändlers” mit vielen humorvollen Momenten aufwatet, habe ich doch wesentlich mehr erwartet. Vielleicht liegt es daran, dass der britische Humor nicht so mein Fall ist, aber ich habe mir von diesem Buch wesentlich mehr Unterhaltung erhofft.

FAZIT

“Tagebuch eines Buchhändlers” bietet einen wunderbaren Einblick in die britische Buchbranche und das Leben eines zynischen Buchhändlers. Dennoch fand ich es etwas zu langatmig und leider nur selten so unterhaltend und humorvoll wie in der Leseprobe. Fans britischen Humors werden hier womöglich mehr ihre Freude haben.


TAGEBUCH EINES BUCHHÄNDLERS von Shaun Bythell

btb | 2019 | 448Seiten
erhältlich als Taschenbuch | eBook

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  • Anzeige. Vor ca. zwei Wochen habe ich dieses Buch beendet und ich bin irgendwie immer noch überfordert. Trotzdem habe ich jetzt endlich die Rezension geschrieben und auf meinem Blog hochgeladen (Link im Profil!).
Aber wie geht man mit so einem Buch um? Mit einem Buch, das von einer Vergewaltigung und den Folgen für die Frau handelt. Ein Buch, das kaum Unterhaltung bietet, weil es so weh tut. Das Lesen von "Scham" war ganz oft sehr beklemmend. Obwohl es so kühl geschrieben ist, fühlt man irgendwie trotzdem so viel von dem, was die Protagonistin fühlt.
Empfehlen lässt sich dieses Buch nicht einfach so, weil das Thema heftig ist, weil es heftig beschrieben wird, weil das Buch ganz, ganz sicher nicht für jeden etwas ist. Trotzdem bin ich froh es gelesen zu haben. Einfach wegen dem Gedankenstrudel, den es ausgelöst hat. Mehr zu meinen Gedanken dazu dann auf meinem Blog.
  • Ich wünsche euch einen wunderschönen Tag!
Gestern hatte ich überraschend frei und wollte eigentlich total produktiv sein und einen Beauty/Wellness-Tag einlegen. Stattdessen hab ich den ganzen Tag Animal Crossing gespielt. Hupsi 😬
Am Wochenende Versuch ich es dann nochmal, damit hoffentlich wieder Routine ins Bloggen kommt 😊
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Was steht bei euch heute so an?
Ich muss vermutlich länger arbeiten und werde nebenbei lernen. Sehr spannend 🙄
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📷: „Die Maske“ und „Der Revolver“ von Fuminori Nakamura (beide super, zweites bereits auf dem Blog rezensiert) und „Der Abgrund in dir“ von Dennis Lehane (noch ungelesen)
  • Anzeige. Ich hab gestern dieses Buch beendet und ... puh, das war echt hart. Ich kann nicht sagen, ob das Buch gut war, weil die Thematik so heftig und schlimm ist, dass man das kaum gut nennen kann.
Ich spreche hier ganz deutlich eine Triggerwarnung für Vergewaltigung und Kindesvernachlässigung aus. Denn es geht um eine Frau, die von ihrem Chef überwältigt wird und die, als sie schwanger wird, davon überzeugt ist, dass das Kind von ihrem Vergewaltiger ist und nicht von ihrem Mann. 
Von da an befindet sie sich in einem Kreislauf, in dem mal alles gut läuft, sie ihre Routine findet, und in dem dann wieder alles schrecklich läuft, weil sie ihr Kind nicht lieben kann und allen etwas vorspielt.
Dieses Buch war so, so schlimm, weil Marie mit all dem alleine war, obwohl sie eigentlich nicht alleine ist. Aber sie hatte nicht den Mut, sich jemandem anzuvertrauen.
Beschrieben wird das alles in einem sehr kühlen Ton. Dieser Abstand zur Protagonistin ist beim Lesen aber vielleicht ganz gut, weil man es sonst kaum ertragen könnte.
Für eine Rezension muss ich mir noch meine Gedanken machen, aber so viel sei schon gesagt: ich kann es empfehlen, aber man sollte sich darüber im Klaren sein, dass diese Geschichte definitiv kein Zuckerschlecken ist.
  • Ich hab’s schon mal erwähnt: Mein Blog ist im März fünf Jahre alt geworden und jetzt gibt es auch einen Beitrag dazu 😊 Den Link findet ihr wie immer in meinem Profil!
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Ansonsten wünsche ich euch einen schönen Wochenstart. Und an alle, die wie ich rausmüssen: Haltet durch ♥️
(Ich fahre gerade in die Arbeit und auch an der dritten Haltestelle ist niemand zugestiegen ... gruselig 😖)
  • Gestern war #Schreibnacht und ich habe sie im Videocall mit den Chatadias verbracht. Wer hätte gedacht, dass wir wirklich so viel schreiben und uns nicht nur gegenseitig ablenken würden? Es hat so gut getan, diese Atmosphäre zu spüren, wenn jeder in sein Manuskript vertieft ist. Vor allem hat es so gut getan, nach drei Wochen Pause endlich wieder zu schreiben 😍
Auf dem Bild steht ihr einen Ausschnitt aus dem Pinterestboard zu meinem aktuellen Projekt. (Link ist im Profil)
Und hier noch ein dickes fettes Danke an die #Chatadias dafür, dass wir uns so lange kennen, dass uns das Schreiben so verbindet und dass ihr der Grund seid, weshalb ich immer noch an diesem Traum festhalte ♥️♥️
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Wer von euch schreibt auch?
  • Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende! ♥️
Ich verbringe meines mit Bloggen, lesen, schreiben und hoffentlich Animal Crossing. Oh ja, und mit viel Kaffee 😍 habt ihr Lust, dass ich euch mal ein Wochenende mitnehme? Ich habe eh das Gefühl, in den Storys in letzter Zeit zu inaktiv zu sein. Lasst es mich gerne wissen 😊
Übrigens poste ich gerade mein Lieblingsbild von euch, wenn ihr mit einem ♥️ auf meine Story reagiert!
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Wie sieht euer Wochenende aus?
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P.S. In Bayern herrschen jetzt Ausgangsbeschränkungen. Ist für viele ein großes Ding, aber ich denke nur so: juhuuu, endlich die Erlaubnis die ganze Zeit auf dem Sofa rumzugammeln. Ohne schlechtes Gewissen, dass man ja auch mal rausgehen sollte 🙈😂
  • Ich schicke euch ganz liebe Grüße!
In Bayern wird jetzt der Katastrophenfall ausgerufen. Das heißt, alle Läden schließen, außer natürlich Supermärkte und Apotheken.
Ich bin gerade auf dem Weg zur Arbeit und kann das alles gar nicht realisieren. Alles wirkt so normal, die Sonne scheint. Aber man merkt schon, dass weniger Leute unterwegs sind. Kommt mir vor, als würde ich einen Thriller lesen, in dem es um ein Supervirus geht ... hab ich übrigens erst vor ein paar Wochen. Aber ob auf „Cold Storage“ jetzt noch jemand Lust hat?
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Jedenfalls: passt auf euch auf! Geht kein unnötiges Risiko ein und denkt an eure Mitmenschen ♥️ und lest ganz viel. Wenn ihr mich fragt, gab es nie einen besseren Grund, in andere Welten zu fliehen 📖
  • Auf dem Blog gibt es neue Leselaunen und damit kurze Meinungen zu allen Büchern, die ich zuletzt gelesen habe oder gerade lese. Mit dabei „Die Maske“ von Nakamura 😊
Das Schreiben hat so Spaß gemacht und ich freu mich jetzt wieder richtig aufs Bloggen 😍 In den Leselaunen verrate ich übrigens auch, welche Beiträge ich demnächst schreiben will 😊