Oben
Rezension

ZIMMER 19 von Marc Raabe

Nachdem mir „Schlüssel 17“ schon so gut gefallen hat, habe ich der Fortsetzung geradezu entgegen gefiebert. Und meine Vorfreude wurde nicht enttäuscht. Man kann „Zimmer 19“ zwar unabhängig vom Vorgänger lesen, weil es um einen eigenen Fall geht, aber gerade für die Entwicklung der Charaktere ist es ratsam, sie doch in der richtigen Reihenfolge zu lesen.

MEINE MEINUNG

Einige Monate nach dem Dompredigerin-Fall wird die damals eingesetzte Soko wieder zusammengerufen. Denn eine grausame Vergewaltigung und anschließender Mord werden als Einspielfilm bei der Berlinale gezeigt und entsetzt die Massen. Das besondere an diesem Fall: die Frau in dem Film ist die Tochter des Bürgermeisters. Und kurz darauf verschwinden weitere Töchter einflussreicher Männer. Sita Johanns, Tom Babylon und als Leiter der Soko Jo Morten treffen wieder aufeinander und das nach Monaten der Funkstille.

Was mir an „Zimmer 19“ auf Anhieb gefallen hat: Es geht sofort los! Es gibt kein Vorgeplänkel, die Spannung setzt auf den ersten Seiten ein und der Fall ist genauso kurios und brutal wie der im ersten Band.

Aber mir hat auch die Entwicklung der Charaktere gefallen. Tom Babylon ist inzwischen Vater eines kleinen Jungen und hat seine vor Jahrzehnten verschwundene Schwester erst einmal vergessen (zumindest bis zu diesem Fall). Was mit Morten und Johanns in der Zwischenzeit passiert ist, erfahren wir kaum, doch beim Aufeinandertreffen der Dreien merkt man deutlich, dass sich das Verhältnis verändert hat. Und auch im weiteren Verlauf werden sie vertrauter miteinander. Diese Entwicklung war wirklich spannend mitzuverfolgen.

Was mir an diesem Buch aber wirklich gut gefallen hat, ist, dass wir mehr über Sita Johanns Vergangenheit erfahren. Wir erfahren, woher ihre Verbrennungen stammen und ich glaube, dass ihre Erlebnisse bisher das heftigste in dieser Thriller-Reihe waren. Vielleicht, weil ich Sita schon so ins Herz geschlossen habe, weil ich sie wirklich gerne mag. Und während ich gar nicht über ihre Erlebnisse nachdenken wollte, habe ich doch die ganze Zeit gegrübelt, was sie mit diesem Fall zu tun haben könnten.

Wie schon der erste Fall des Trios hat auch dieser wieder eine Verbindung zur Stasi. Das Thema „DDR“ interessiert mich eigentlich überhaupt nicht. Aber die Art wie es in diesem Thriller erwähnt wird, hat doch etwas sehr spannendes an sich. All die Verstrickungen der vielen Charaktere, der Vergangenheit und Gegenwart sorgen für ein riesiges Netz an Geheimnissen, die selbst nach der Auflösung des Falls nicht vollends geklärt werden können. Offen bleiben Fragen wie: Was ist mit Toms Schwester? Welche Geheimnisse hat seine Freundin vor ihm? Und zu guter Letzt: Wann kommt der dritte Band?

FAZIT

Diese Thriller-Reihe trifft seit der Reihe von Daniel Cole endlich mal wieder voll und ganz meinen Geschmack. Trotz aller Geheimnisse schafft Raabe es, tolle Charaktere zu schaffen, die ienem so sehr ans Herz wachsen, dass man mit ihnen leidet und mitfiebert. Gleichzeitig kreiert er Fälle, die kaum schockierender sein könnten und dafür sorgen, dass man die Bücher kaum aus der Hand legen kann.

Im Gegensatz zum Vorurteil, dass der zweite Band einer Reihe immer schwächelt, hat mir „Zimmer 19“ sogar noch besser gefallen als der erste. Hauptsächlich, weil er noch spannender ist und man den Charakteren noch näher kommt.


ZIMMER 19 von Marc Raabe

Ullstein | 2019 | 528 Seiten
erhältlich als Paperback | eBook

Für Fans von

«

»

Was mache ich jetzt?

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Newsletter

IMMER ALLES MITBEKOMMEN!
Erhalte eine Email bei neuen Beiträgen.


Kateastrophy sammelt deine eigegebenen Daten, um mit dir in Kontakt zu bleiben und dir Newsletter schicken zu können.

  • Anzeige. Meinen Lesemonat Oktober gibt es ab sofort auf dem Blog zu lesen 😊 es sind leider nur drei Bücher geworden und keines war herausragend, aber sie waren doch alle gut.
Der Oktober war aber nicht nur lesetechnisch turbulent, auch privat war mit dem Umzug und den Klausuren in der Berufsschule einiges los. Ach ja, und dann war da ja auch noch die #NaNoPrepChallenge, die ziemlich viel Aufwand mit sich brachte. Das und noch mehr könnt ihr ab jetzt auf dem Blog nachlesen 😊
Was war euer Highlight im Oktober?
  • Tag 31 der #NaNoPrepChallenge!
Wow, es ist geschafft. Heute ist der letzte Tag der Challenge, 31 Tage haben wir jetzt zusammen verbracht und an unseren Projekten gearbeitet.
Ich hoffe, ihr seid jetzt perfekt auf den NaNoWriMo vorbereitet und könnt direkt durchstarten. Vielleicht ja schon heute zur Geisterstunde? 🤓 Ich hab voll Bock in den NaNo reinzuschreiben, falls sich jemand anschließen möchte, lade ich recht herzlich dazu ein.
Aber jetzt erst einmal zur heutigen Aufgabe: wo auch immer ihr schreiben werdet, räumt diesen Platz frei! Es gibt nichts schlimmeres als keinen Platz zum Schreiben zu haben. Da ist die Chance zur Prokrastination auch gleich viel höher, denn dann muss ja erst mal aufgeräumt werden 😅 Deshalb: bereitet Euern Schreibplatz vor!
.
Die heutige Schreibübung: ihr dürft eine Fernsehshow erfinden. Beschreibt sie.
.
📷: ein paar meiner weißen Bücher 😍 Der Rest ist noch in Umzugskartons.
  • Tag 30 der #NaNoPrepChallenge
Über Routine und Rituale haben wir ja schon gesprochen. Falls ihr also bestimmte Nahrungsmittel, Duftkerzen oder anderes zum Schreiben braucht, ist es heute an der Zeit, diese Sachen zu besorgen. Es gibt nichts schlimmeres als im Flow zu sein und dann fehlen plötzlich die Lieblingskekse.
Mein NaNo-Proviant besteht aus Chai Latte oder Erdbeermilch und hin und wieder aus Butterkeksen mit Schokoüberzug 🙂
Wie sieht eure Nervennahrung aus?
.
Schreibübung: Auf einer Wanderung stößt ihr auf ein Geisterdorf. Was passiert euch dort?
.
.
📷: Auf das Buch "Die Nickel Boys" freue ich mich schon total. Der Inhalt soll echt hart sein, aber ich bin total gespannt. Hat es schon jemand von euch gelesen?
  • Tag 29 der #NaNoPrepChallenge
Das Schreiben ist leider nicht immer so einfach und viele von uns kennen bestimmt diese verhassten Schreibblockaden. Damit wir nicht vollkommen überrumpelt sind, wenn sie sich während des NaNos ankündigen, beschäftigen wir uns heute schon mit ihnen.
In meinem Profil habe ich euch einen Beitrag verlinkt, der dabei helfen soll, Schreibblockaden zu überwinden.
.
Schreibübung: Denkt an irgendeinen Ort. An dem ersten, der euch einfällt,  landet ihr plötzlich. Wo seid ihr und was passiert?
.
.
📷: "Der Revolver" hat mich total mitgerissen! Das Buch kann ich jedem empfehlen, auch wenn es ein bisschen kurz ist. Auf meinem Blog gibt es eine Rezension dazu.
  • Tag 28 der #NaNoPrepChallenge
Selfcare ist ja generell wichtig, aber vor allem in stressigen Zeiten. Und der NaNo kann definitiv stressig werden. Deshalb ist es wichtig, dass ihr zwischendurch an euch denkt und entspannt. Heute soll also ganz im Zeichen der Selfcare stehen. Überlegt euch, wie ihr euch während des NaNos Me-Time gönnen wollt und was ihr in dieser Zeit tun möchtet, um einen guten Ausgleich zu finden.
Für mich ist ein heißes Bad und ein Buch immer die perfekte Me-Time. Hin und wieder reicht aber auch einfach eine Tasse Chai Latte oder Tee und ein bisschen Ruhe oder das Abschalten mit einem guten Spiel.
Berichtet uns gerne, wie Selfcare bei euch aussieht.
.
Schreibübung: Stell dir vor, du hast keine Aufgaben mehr für heute und rein freie Zeit. Was tust du?
.
.
📷: Auf dem Bild seht ihr "Alles Okay". Das Buch ging auf Instagram ziemlich rum, aber tatsächlich hatte ich gedacht, dass es mehr Hype erfahren würde. Das Thema LGBTQ ist ja gerade sehr aktuell. Ich hab es selbst leider noch nicht gelesen, aber das Cover finde ich schon mega.
  • Tag 27 der #NaNoPrepChallenge
Heute stellen wir uns einen Schreibplan auf. Natürlich zeigt euch die nanowrimo-Seite auch an, wie viele Wörter ihr täglich schreiben müsst, aber mir geht es eher darum, dass ihr den November durchgeht und herausfindet, an welchen Tagen ihr wohl nicht schreiben könnt. Zum Beispiel, weil da ein Geburtstag stattfindet oder ihr einen langen Arbeitstag habt. Denn wenn ihr diese Tage abzieht, ergibt sich eine ganz andere Wortzahl pro Tag. Wenn ihr so weit vorausschaut, könnt ihr besser planen und geratet am Ende nicht unter Stress.
Mit der Seite pacemaker.press könnt ihr euch zum Beispiel einen Schreibplan erstellen und freie Tage eintragen. Dann errechnet euch die Seite direkt, wie viel ihr täglich noch schreiben müsst. Ich finde das total praktisch und es erleichtert mir die Planung ungemein.
Probiert pacemaker.press gerne mal aus, die Grundfunktionen sind kostenlos und reichen eigentlich aus 🙂 oder kennt ihr andere Methoden?
.
Schreibübung: Ihr wacht mitten in der Nacht auf und ein Geist schwebt vor euerm Bett. Was passiert?
.
.
📷: Auf diesem Bild seht ihr "Radio Activity", ein relativ neues Buch auf meinem SuB. Es soll ja richtig gut sein und ich freue mich schon sehr darauf, es zu lesen.
  • Tag 26 der #NaNoPrepChallenge
Die heutige Aufgabe lässt uns alle mal ein bisschen durchatmen. Der NaNoWriMo rückt mit jedem Tag näher und wir haben alle viel mit den Vorbereitungen zu tun. Also kommt uns eine Pause ganz recht oder?
Denn heute soll es nur darum gehen, dass ihr euch bei nanowrimo.org anmeldet und euer Projekt anlegt. Ihr könnt da alles mögliche eingeben, Titel, Klappentext, Cover. So viel ihr wollt. Und wenn ihr das erledigt habt, könnt ihr heute chillen oder euch weiter um euer Projekt kümmern. Irgendwas gibt es ja immer zu tun 😉
.
Heutige Schreibübung: BLACKOUT! Ganz plötzlich funktionieren keine elektrischen Geräte mehr. Wie sieht euer Leben ab jetzt aus?
.
.
📷: "Ein einfaches Leben" von Min Jin Lee hat mir eigentlich total gut gefallen, aber wie das so oft ist, kamen plötzlich andere Bücher dazwischen. Ich muss es demnächst unbedingt wieder zur Hand nehmen und fertig lesen.
  • Tag 25 der #NaNoPrepChallenge
Heute soll sich alles um das Thema Musik drehen. Viele Autoren haben ja spezielle Playlists für ihre Projekte. In manchen Büchern werden sie sogar erwähnt, wie zum Beispiel in „Someone New“ von Laura Kneidl auf dem Bild. Andere schreiben in Stille, wieder andere können nicht mit Musik, mögen aber Hintergrundgeräusche wie Regen oder Feuerprasseln.
Da gibt es ja ganz unterschiedliche Methoden. Ich selbst lege mir immer eine Playlist an. Ich habe eine allgemein fürs Schreiben und wenn mir Lieder begegnen, die besonders gut zum aktuellen Projekt passen, speichere ich mir die auch immer ab. So habe ich immer die perfekte Stimmung, wenn ich mich ans Schreiben setze.
Ich würde meine Playlist jetzt gerne mit euch teilen, aber tatsächlich sind aktuell nur vier Lieder drauf und drei davon sind vom Film Suicide Squad 😄
Hat euer Projekt schon eine Playlist? Oder schreibt ihr ohne Musik?
.
Schreibübung: Du triffst dein größtes Idol. Beschreibe die Begegnung.