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Wieso man mit dem Lesen beginnen sollte | #WritingFriday

In meinem privaten Umfeld gibt es neben meinem Freund und meinen Kollegen (Buchhändler halt) eher weniger lesende Menschen. Das sind alles Gelegenheitsleser, die es hauptsächlich im Urlaub tun oder vielleicht noch, wenn sie krank sind. Kann man solche Menschen dazu bringen, zu Viellesern zu werden? Welche Argumente muss man ihnen liefern?

Im Zuge der #WritingFriday-Aufgabe von read books and fall in love habe ich mich mal mit den Pros und Contras des Lesens beschäftigt.

PRO

ABSCHALTEN & ENTSPANNEN

Der Hauptgrund, warum ich lese, ist, dass es mich abschalten lässt, wenn ich in ein Buch eintauche. Ich kann dann vollkommen entspannen und den stressigen Alltag hinter mir lassen. Ich kann auch meine Probleme und Sorgen für einen Moment vergessen und mich mit denen von anderen rumschlagen. Das ist meist so viel leichter als das eigene Leben. Fantasy-Fans wird ja oft Realitätsflucht im negativen Sinne nachgesagt. Ich finde, dass jedes Lesen eine gewisse Realitätsflucht beinhaltet. Und ich finde nicht, dass das etwas negatives ist, denn manchmal braucht man Abstand von seinem Leben, um dann mit klarerem Kopf und gestärkt an seine Probleme ranzugehen. Dabei können Bücher und die Auszeit, die man sich mit ihnen gönnt, helfen.

 

MEHRERE LEBEN IN EINEM

Bist du schon einmal auf einem Drachen geflogen? Hast gegen einen Zombie gekämpft? Oder eine Alieninvasion besiegt?
Mit nichts anderem als Büchern ist es so einfach die verrücktesten Dinge zu erleben. In Büchern kannst du alles miterleben, du lebst die Leben von so vielen Protagonisten, teilst ihre Sorgen, ihre Gedanken und ihre Abenteuer. Auf diese Weise konnte ich die oben genannten Dinge erleben. Ich konnte aber auch erleben, wie es ist, angeschossen zu werden, sich das Bein zu brechen oder eine total verrückte Sportart auszuüben. In Büchern ist alles möglich und man kann alles erleben.

 

EMOTIONEN

Dieser Pro-Punkt schließt sich dem vorherigen an. Denn Bücher lassen uns Emotionen spüren, die wir vorher gar nicht kannten. So habe ich erlebt, wie es sich anfühlte tiefste Einsamkeit zu verspüren. Oder das Brust zuschnürende Gefühl, wenn man von einem Menschen, den man liebt, betrogen wird. Wenn man verzweifelt ist und gar keinen Ausweg mehr sieht. Bücher können sich so real wie Träume anfühlen, was erschreckend sein kann, aber eben auch wunderschön.

 

ES MACHT SPASS

Zum Schluss dann noch der wohl offensichtlichste Punkt: Lesen macht einfach Spaß. Manchmal kann es anstrengend sein, ja. Vor allem, wenn einen das Buch emotional sehr mitnimmt, aber die meisten Bücher machen einfach nur Spaß. Sie zaubern ein Lächeln ins Gesicht, lassen einen Lachen oder reißen einen einfach nur mit.

 

 

CONTRA

TICK TACK TICK TACK

Die wohl größte Ausrede, wenn es ums Lesen geht, ist „Ich habe keine Zeit dafür.“. Und es stimmt, Lesen beansprucht viel Zeit. Man kann nicht erwarten, dass man einen 800 Seiten langen Brummer in einer Stunde durchgelesen hat. Das braucht Zeit und genau diese muss man sich eben nehmen. Hier ist das Stichwort „Prioritäten setzen“. Wenn einem das Lesen Spaß macht und es einem wichtig ist, dann wird es einem auch nicht schwer fallen, sich die Zeit dafür zu nehmen.

 

WHERE IS ALL MY MONEY?

Das liebe Geld ist dann doch ein Problem, das schwerer wiegt. Denn Überraschung: Bücher kosten Geld. Immerhin hängen da so einige Menschen dran, die alle dafür entlohnt werden wollen. Da die meisten Neuerscheinungen erst einmal als Hardcover erscheinen, kann das ganz schön teuer werden, wenn man sich nicht bis zur Taschenbuchausgabe gedulden kann. Vor allem als Teenager zu Taschengeld-Zeiten hatte ich regelmäßig Schwierigkeiten, an neuen Lesestoff zu kommen. Helfen können hierbei Bibliotheken, Abo-Anbieter wie skoobe.de oder diverse Nebenjobs 😉

 

HILFE, ICH KOMME NICHT MEHR IN MEINE WOHNUNG

Falls du dich dazu entscheidest, ein Vielleser zu werden, wirst du schon bald bemerken, dass Bücher ganz schön viel Platz wegnehmen. Wenn du schon Vielleser bist, kennst du das Problem nur zu gut. Gefühlt wöchentlich muss man zu Ikea fahren, um sich neue Billy-Regale zu holen. Und doch stapeln sich die Bücher plötzlich auf dem Nachttisch und dem Boden. So werden sie häufig als Deko oder gar als Möbel umfunktioniert. Ich will dir hier keine Illusionen schaffen: Das wird ein Problem sein, mit dem du dich herumschlagen musst. Aber auch hier gibt es Lösungen: Zum Beispiel Marie Kondo, mit der man lernt, wie man ganz einfach ein paar Bücher aussortiert. Oder du legst dir einen eReader zu – tolino is the best 😉 – der braucht nämlich kaum Platz. Es sei denn man macht es wie Martina Hill.

 

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4 COMMENTS
  • Katharina
    10 Monaten %1$s %2$s vor %3$s (%4$s)

    Die Überschriften sind super, insbesondere die Letzte.
    Du hast aber natürlich vollkommen recht mit deinen Punkten, nur glaube ich es ist schwer Nicht-Lese-Menschen zu überzeugen. Allerdings glaube ich auch, dass wenn man einmal mit angefangen hat, man nicht mehr von los kommt.
    Grüße, Katharina

    • Kate
      10 Monaten %1$s %2$s vor %3$s (%4$s)
      Autor

      Hallöchen,
      ich denke auch, dass man Nichtleser eher schwer überzeugen kann. Das Interesse muss ja auch von einem selber kommen. Aber ich freue mich jedes Mal, wenn ich meiner besten Freundin ein Buch in den Urlaub mitgeben darf und sie es tatsächlich auch liest 🙂
      Liebste Grüße

  • Chrissi
    10 Monaten %1$s %2$s vor %3$s (%4$s)

    Guten Abend Kate,

    Ich mag deine Argumente sehr. Der Beitrag spiegelt auch eigentlich sehr gut wieder, was ich anderen gerne erzähle.
    Allerdings glaube ich auch, das Lesen nicht DAS teuerste Hobby ist. Wir geben mit Sicherheit viel Geld für Bücher aus, aber theoretisch gibt es das günstige Wege an Bücher zu kommen (gebraucht oder Bibliothek) während andere Hobbys wie Reiten, Tennis, Go-Kart fahren bestimmt jeden Monat teurer sind. Man muss halt abwegen wie wichtig einem das Lesen ist, aber ich finde die Ausgaben können hier sehr gering gehalten werden, während das bei anderen Hobbys nicht möglich ist.

    Liebe Grüße
    Chrissi

    • Kate
      10 Monaten %1$s %2$s vor %3$s (%4$s)
      Autor

      Hallöchen,
      das teuerste Hobby ist Lesen mit Sicherheit nicht. Aber es frisst schon einiges an Geld. Es gibt ja auch Menschen, die keine gebrauchten Bücher kaufen können, weil sie sich davor ekeln. Oder so Menschen wie mich, die bei reBuy gerne mal übertreiben und plötzlich 100 Bücher im Einkaufswagen haben. Da geht es dann doch wieder ins Geld 😀
      Liebste Grüße

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  • Etwas verspätet kommt dann doch noch mein heutiger Beitrag 😊 (Wordpress hat mir einen kleinen Streich gespielt und den Blogbeitrag nicht online gestellt 🙄)
Auf diesem Bild steht ihr drei der Reihenfortsetzungen, die ich dieses Jahr unbedingt lesen will. Und in dem dazu gehörigen Blogbeitrag seht ihr (jetzt endlich) noch alle anderen. Reihen sind ja immer so eine Sache oder?
Welche Reihen möchtet ihr dieses Jahr unbedingt fortsetzen oder beenden?
.
Und damit wünsche ich euch eine gute Nacht ♥️
  • Guten Morgen 😴
Im Winter tue ich mir ja immer besonders schwer mit dem Aufstehen. Wenn es so kalt und draußen noch so dunkel ist.
Zum Glück hab ich grade Schule und muss deshalb nicht ganz so früh raus. Da kann ich den Tag relativ entspannt beginnen. Zum Beispiel mit lesen 😊
Wie startet ihr am Liebsten euren Tag?
  • Heute ist Tag der Jogginghose. Ich finde ja, dass das ein Feiertag sein sollte, damit auch alle in Jogginghose zuhause sitzen können 😍
Ich muss aber leider in die Berufsschule 😩 (Funfact: in der Buchhändlerschule war ich immer in Jogginghose) Was steht bei euch heute an?
.
📷: „Big Magic“ von Elizabeth Gilbert. Seit gestern gibt es einen Beitrag dazu auf meinem Blog 😊
  • Heute ist es Zeit für die #Herzensbücher!
Und bei mir ist es diesmal ein Schreibratgeber, der nicht nur von außen toll aussieht 😍 „Big Magic“ ist unglaublich motivierend und enthält so viel von Elizabeth Gilberts Schreiballtag. Es ist wirklich toll! Mehr dazu könnt ihr in meinem neuesten Blogbeitrag nachlesen 😊
  • Wie sehr ich diese Reihe geliebt habe! 😍
„Die 5. Welle“ hat so ziemlich alles! Spannung, Action, Liebe, Emotionen und Aliens. Rick Yancey hat hier eine Reihe geschaffen, die ich so, so gerne nochmal zum allerersten Mal lesen würde. 
Welches Buch würdet ihr gerne nochmal zum allerersten Mal lesen?
  • Heute ist Winnie Pu Tag! ♥️♥️
Wie sehr ich diesen kleinen Bär doch liebe 😍 Als Kind hatte ich alle Kassetten von ihm, an Fasching bin ich mal als I-Aah gegangen, vorletztes Weihnachten habe ich ein I-Aah-Stofftier und letztes eine -Funko bekommen.
Ich hatte sogar mal ein Videospiel, wo man gegen ein Heffalump antreten musste.
Ich glaube man merkt: ich war und bin ein riesiger Fan 😂
Was aus eurer Kindheit kann euch heute noch begeistern?
  • Fürs neue Jahr hab ich mir vorgenommen, mein Bullet Journal regelmäßiger zu nutzen. Und beim Gestalten des Januars habe ich festgestellt, dass ich es tatsächlich mehr nutze, wenn die Seiten ein bisschen hübsch gemacht sind. Deshalb will ich das jetzt wieder tun, ganz schlicht mit Musterpapier 😊
Wie gestaltet ihr euer Bullet Journal am Liebsten?
  • Anzeige. Ich versuche mich gerade ans tägliche Schreiben zu gewöhnen. Kurze Geschichten helfen mir da tatsächlich viel mehr als mein aktuelles Romanprojekt. Deshalb ist „Leben, schreiben, Atmen“ fester Bestandteil meiner Morgenroutine geworden (wenn ich nicht verschlafe 😅). Wenn du mehr über das Buch und wie ich es nutze erfahren willst, schau auf meinem Blog vorbei 😊 Da geht nämlich heute die Rezension zu diesem Buch online 😊
Schreibt ihr täglich über Erinnerungen oder Tagebuch? Oder macht eine andere Reflexion, um den Tag ausklingen oder gut starten zu lassen?