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Rezension

Kurzmeinungen #3 – Drei ganz unterschiedliche Jugendbücher

Heute stelle ich dir wieder drei Bücher vor – genauer gesagt drei Jugendbücher. Zwei davon habe ich letzten Sommer gelesen, das letzte erst vor kurzem. Alle drei waren auf ihre Art gut, manche nicht unbedingt etwas besonderes. Eines haben sie aber gemeinsam: Sie sind die perfekten Bücher zum Abschalten und besonders bei „P.S. Ich mag dich“ hat das Lesen einfach Spaß gemacht.

Die Coverabbildungen stammen von: dtv, Carlsen und Thalia.


WAS IST SCHON NORMAL? von Holly Bourne

Wir sind stark, wir lassen uns nichts sagen und küssen trotzdem. Wir sind die Spinster Girls!
Alles, was Evie will, ist normal zu sein. Und sie ist schon ziemlich nah dran, denn immerhin geht sie wieder zur Schule, auf Partys und hat sogar ein Date. Letzteres entpuppt sich zwar als absolutes Desaster, dafür aber lernt sie dadurch Amber und Lottie kennen, mit denen sie den Spinster Club gründet. Doch schafft sie es auch, mit ihren neuen Freundinnen über ihre Krankheit zu sprechen?
Quelle: dtv

 

In „Was ist schon normal?“ geht es um Evie, ein Mädchen, das unter Zwangsstörungen leidet. Eigentlich sind mir Bücher, in denen die Protagonistin schon so ein schweres Päckchen zu tragen hat, meist zu viel, aber in diesem Buch hat mir das überhaupt nichts ausgemacht. Bourne schafft ganz wunderbar die Balance zwischen Zwangsstörung und normalem Mädchen. Evie hat die ganz normalen Teenagersorgen wie ihr Aussehen, was die anderen denken und Jungs. Allerdings kommen bei ihr noch die Zwangsstörungen hinzu, was alles noch ein bisschen komplizierter macht, noch ein bisschen schwieriger.

Und nur weil Leute jetzt die richtigen Worte kennen, heißt das noch lange nicht, dass sie besser mit den Verhaltensweisen umgehen können. – Seite 91

Evie erschien einem manchmal als gespaltene Persönlichkeit. Weil sie eben so unbeschwert wirken kann, wenn sie durch irgendetwas von ihren Zwängen abgelenkt ist. Die kehren dann aber meist mit voller Wucht zurück und man erlebt eine ganz andere Evie. Eine weniger selbstständige, weniger mutige. Die Zwangsstörungen sind dabei so intensiv dargestellt, dass es mich beim Lesen sehr bewegt hat, dass ich für kurze Augenblicke nachempfinden konnte, wie Evie sich in diesen Momenten fühlt. So intensiv hätte ich das nicht erwartet.

Das schöne an diesem Buch ist, dass es trotz aller Ernsthaftigkeit, trotz des Themas humorvoll ist. Evie hat ihren ganz eigenen, etwas trockenen Humor. Es wirkt aber nicht albern oder unpassend, sondern lockert die Geschichte extrem auf.

Mädchen stehen unter einem Mordsdruck und haben ein größeres Risiko, als verrückt diagnostiziert und abgestempelt zu werden. Während Jungs sich nicht öffnen und über ihre Gefühle sprechen dürfen, weil das nicht männlich ist, weshalb sie alles in sich reinfressen, bis sie es nicht mehr aushalten. Irgendwas muss anders werden. – Seite 406

Während des Verlaufs gründet Evie mit zwei anderen Mädchen die Spinster Girls, eine Gruppe, in der sie über feministische Themen sprechen wollen, wobei es doch häufig um ihre Probleme mit Jungs und anderem geht. Wenn es dann doch mal um feministische Themen ging, erschien es mir zusammenhangslos. Als hätte die Autorin eine Botschaft einbauen wollen, diese aber sehr plump hineingeworfen ohne sie richtig mit der Geschichte zu verweben. Das fand ich sehr schade, ist aber der einzige Kritikpunkt, den ich an „Was ist schon normal?“ habe.

Ein Spinster Girl sein heißt, dass man seine Bezihungen zu Frauen genauso wertschätzt wie die zu Männern.“ Ich dachte an Jane. „Ein Spinster Girl sein heißt, dass man nicht die eigene Persönlichkeit verändert, nicht das, woran man glaubt und was man will, nur weil es das Leben eines Jungen einfacher macht.“ – Seite 183 f.

 

Dieses Buch konnte mich vor allem wegen seiner Intensivität überraschen. Aber auch der Umgang mit Zwangsstörungen in „Was ist schon normal?“ hat mich wirklich begeistert. Es gibt ein ganz neues Verständnis für Psychische Erkrankungen wie diese und lässt einen als Leser fühlen, wie es einem Menschen damit ergehen kann. „Was ist schon normal?“ ist ein ganz wunderbares Buch, das jeder gelesen haben sollte, um mehr Sensibilität für psychische Erkrankungen zu schaffen.

 

WAS IST SCHON NORMAL? von Holly Bourne

dtv | 2018 | 416 Seiten

erhältlich als Taschenbuch | eBook

 

Meinungen Anderer

Favolas Lesestoff | Stürmische Seiten

 


 

 

P.S. ICH MAG DICH von Kasie West

Im Chemieunterricht kritzelt Lily eine Zeile aus ihrem Lieblingslied auf den Tisch – und erlebt eine Überraschung: Am nächsten Tag hat jemand geantwortet, der den Song auch kennt! Schnell entwickelt sich zwischen ihr und dem namenlosen Schreiber eine Brieffreundschaft. Sie tauschen Musiktipps und lustige Geschichten aus, aber auch geheime Wünsche und Sorgen. Mit jedem Zettel verliert Lily ihr Herz ein bisschen mehr an den Unbekannten. Doch als sie herausfindet, wer ihr da schreibt, wird alles plötzlich ziemlich turbulent.
Quelle: Carlsen

Von Kasie West habe ich bisher erst ein Buch gelesen. „Blaubeertage“ ist ein tolles Jugendbuch – leicht, nicht unbedingt mit besonders viel Tiefe. So ist es auch bei „P.S. Ich mag dich“. Tiefgang ist nicht unbedingt vorhanden, aber die Geschichte unterhält – sehr sogar.

Es dauert ein bisschen, bis die Handlung in Fahrt kommt. Vorrangig geht es erst einmal um Lilys chaotische Familie und ihre Liebe zur Musik. Erst als sie die Briefe unter ihrem Pult findet, wird klar, dass Lily zwischenmenschlich so ihre Probleme hat. Weil sie anders ist, weil sie ihre Leidenschaft zu Musik und Mode nach außen trägt.

Die Liebesgeschichte in diesem Buch entwickelt sich langsam. Sie beginnt mit den Briefen und fließt vor sich hin. Natürlich nicht ohne jede Menge Szenen zum Lachen, Leiden und Träumen. Dieses Buch besticht aber vor allem durch die Charaktere, in die man sich wunderbar hineinversetzen kann.

 

„P. S. Ich mag dich“ ist kein Buch, das mir ewig im Kopf bleiben wird. Aber es ist genau das richtige für Zwischendurch, um abzuschalten und sich einfach mal unterhalten zu lassen. Spaß bleibt hier beim Lesen nicht aus.

 

P.S. ICH MAG DICH von Kasie West

Carlsen | 2017 | 368 Seiten

erhältlich als Hardcover | eBook

 


 

 

GRÜNE GURKEN von Lena Hach

Berlin, mitten in Kreuzberg: Lotte, neu in der Stadt, ausgesprochen tollpatschig, herrlich selbstironisch, normal begabt und total verknallt. In Vincent von Grüne Gurken. Oder so ähnlich. Auf jeden Fall in den Typen, der immer montags im Kiosk gegenüber auftaucht und genau 10 Grüne Gurken kauft.
Quelle: mixtvision

Vor zwei Jahren war „Nichts wünsche ich mir mehr“ von Lena Hach mein Jahreshighlight. Deshalb konnte ich gar nicht anders als auch zu diesem Buch zu greifen. Bei 224 Seiten ist es nicht überraschend, dass „Grüne Gurken“ nicht unbedingt durch viel Tiefgang besticht. Tatsächlich bleiben sowohl Handlung als auch Charaktere relativ oberflächlich, und doch hat mir das Buch recht gut gefallen.

Lottes Selbstironie ist hier ausschlaggebend, denn ihre Art hat mir unglaublich gut gefallen. Sie hat es nach dem Umzug nach Berlin nicht leicht, vor allem mit Eltern, die unbedingt wollen, dass es Lotte endlich in den Club der Superintelligenten schafft. Mehrmals ist sie schon durch den Test gefallen, weshalb es ihre Eltern mit allen Mitteln und Tricks versuchen. Kein Wunder also, dass Lotte immer öfter in den Kiosk gegenüber flüchtet. Und dort dann schließlich Vincent von Grüne Gurken kennen lernt, der gar nicht Vincent heißt und gar nicht so viel mit grünen Gurken zu tun hat.

Abgesehen von Lotte bleiben die Charaktere wie gesagt etwas oberflächlich. Wir erfahren zwar über jeden einzelnen ein bisschen was, aber es geht nicht allzu sehr in die Tiefe. So wird auch nicht unbedingt klar, wieso sich ein Pärchen plötzlich trennt, oder warum ein anderer Charakter so besessen von Lampen ist.

Das Ende kam dann auch irgendwie etwas abrupt. Es wurde gerade spannend und schon war es aus. Einfach so. Das dämpft dann nicht einmal die letzte Infografik, die süß und lustig ist. Man fühlt sich, als wäre man aus einem fahrenden Auto geworfen worden.

 

„Grüne Gurken“ überzeugt vor allem durch Lotte. Mit ihrer Tollpatschigkeit und Selbstironie hat sie bei mir einfach gepunktet. Aber auch die anderen Charaktere haben Spaß gemacht, auch wenn man aus ihnen noch mehr rausholen hätte können. Die Handlung hätte mehr Tiefgang vertragen können, es war dann doch alles sehr schnell vorbei. Die Infografiken lockern die Geschichte noch etwas mehr auf. „Grüne Gruken“ ist ein tolles Buch für Zwischendurch.

 

Grüne Gurken von Lena Hach

mixtvision | 2019 | 224 Seiten

erhältlich als Hardcover

 

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2 COMMENTS
  • Janika
    7 Monaten %1$s %2$s vor %3$s (%4$s)

    Liebe Kate,
    solche Beiträge mit Kurzmeinungen finde ich immer richtig spannend und interessant zu lesen, weil sie so schön kurz und knackig sind. Deine drei genannten Bücher habe ich auch alle schon mal gesehen, aber selbst noch nicht gelesen. Besonders »Ps: Ich mag dich« und »Grüne Gurken« sprechen mich nun umso mehr an. Ich finde Bücher, bei denen man mal so richtig abschalten kann, in manchen Situationen einfach perfekt. Vor allem wenn es langsam wärmer wird. Ich kann dir gar nicht genau sagen, woran es liegt, aber ich finde, sie klingen nach richtig schönen Sommerlektüren. Vielleicht lese ich sie diesen Sommer also auch <3
    Alles Liebe
    Janika

    • Kate
      7 Monaten %1$s %2$s vor %3$s (%4$s)
      Autor

      Hallöchen,
      „P.S. Ich mag dich“ kann ich dir für den Sommer auf jeden Fall empfehlen! Dazu passt es wirklich gut und man kann so super abschalten.
      Liebste Grüße

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  • Tag 15 der #NaNoPrepChallenge
Heute soll es um den Handlungsort gehen, in dem eure Geschichte spielt.
-> Ist es eine erfundene Welt? Dann könnt ihr euch heute schon einmal ein paar Gedanken machen. Morgen geht es um das Wordbuilding, da werden wir eure Welt dann bis ins kleinste Detail ausarbeiten.
-> Spielt eure Geschichte in einem Ort, den es wirklich gibt? Dann schaut euch diesen Ort genauer an (Google Maps ist da sehr hilfreich).
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Heutige Schreibübung: Stellt euch einen Ort (zum Beispiel ein Café) vor, der in eurer Geschichte eine Rolle spielt und schreibt darüber.
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Es ist passiert. Kurz vor dem Nano und nachdem heute Halbzeit in der Challenge ist, habe ich das Projekt gewechselt. Zumindest so halb, denn meine neue Protagonistin ist schon Teil meines bisherigen Projekts gewesen. Aber die passte nicht so ganz rein, also bekommt sie ihre eigene Geschichte ♥️
Es geht ab jetzt also um Ronnie Sinclair, Fotografin und vor allem plötzlich Vampir. Die Handlung spielte bisher in Baton Rouge, also einem real existierenden Ort, aber das ändert sich vielleicht noch einmal.
  • Tag 14 der #NaNoPrepChallenge
Ein Buch zu schreiben ist gar nicht so einfach. Vor allem die Ideen für ein Buch zu finden, ist manchmal ganz schön schwer. Aber wir erfinden das Rad ja nicht neu und deshalb gibt es eine Menge Kreativitätstechniken, die einem bei der Ideenfindung helfen sollen.
Ich habe euch wieder einen tollen Link in mein Profil gesetzt, in dem ihr tolle Kreativitätstechniken findet. Schaut sie euch an, probiert sie aus und merkt sie euch für Zeiten, in denen ihr sie brauchen könnt.
Habt ihr eure ganz eigene Kreativitätstechnik? Teilt sie gerne mit uns!
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So allmählich gehen mir ja die Ideen für die Schreibübungen aus. Da kommt die heutige Challenge-Aufgabe ja gerade recht 😄
Ihr seid spazieren und findet plötzlich eine Lichtung. Auf ihr steht ein einzelner alter, knorriger Baum. Erzählt seine Geschichte.
  • Tag 13 der #NaNoPrepChallenge
Über die Charaktere haben wir uns schon Gedanken gemacht und auch über ihre Beziehungen zueinander. Heute soll es aber um die Entwicklung der einzelnen Charaktere gehen. Wo stehen sie am Anfang des Buches, wo am Ende? Wie sollen sie sich verändern, welche Entwicklung sollen sie durchmachen?
Die Entwicklung eurer Charaktere ist enorm wichtig. Denn die macht oft ein richtig gutes Buch aus und kann auch aus einem guten Buch ein Lieblingsbuch machen. Deshalb solltet ihr euch darüber heute Gedanken machen.
Natürlich machen Charaktere nicht immer eure geplante Entwicklung durch, denn für gewöhnlich haben sie einen ganz eigenen Willen. Aber mit etwas Glück halten sie sich ja doch an den Plan 😅
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Heutige Schreibübung: Stellt euch vor ihr müsst das Haus verlassen, aber draußen tobt ein Sturm. Schreibt darüber, wieso ihr das Haus verlassen müsst, wie ihr euch fühlt. Habt ihr Angst vor dem Sturm?
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Meine Protagonistin Hannah ist am Anfang des Buches ziemlich unwissend. Sie weiß, dass sie eine Magierin ist, aber sie kennt die magische Welt nicht, kennt keine anderen Magier und ihre Fähigkeiten sind auch noch ausbaufähig. Aber am Ende des Buches oder der Reihe soll sie eine richtig gute Magierin sein, die weiß, was sie will und sich in der teilweise harten Welt der Magier zurechtfindet.
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📷: „Das blaue Zimmer“ von Simenon ist auch ein gutes Beispiel für die Charakterentwicklung, denn der Protagonist schwenkt in ganz unterschiedliche Richtungen. Das Buch hat mir überraschend gut gefallen, vor allem der Schreibstil. Eine Rezension folgt noch 😊
  • Tag 12 der #NaNoPrepChallenge
Nachdem wir uns schon mit dem Charaktereb beschäftigt haben (und sie hoffentlich schon sehr gut kennen), wenden wir uns heute ihren Beziehungen zu. Wie stehen eure Charaktere zueinander, wie ist ihr Verhältnis? Ich finde für einen groben Überblick eine MindMap immer ganz hilfreich. Abschließend mache ich mir zu den einzelnen Verbindungen Gedanken.
Wie ist das Verhältnis von Mutter und Tochter? Haben die besten Freundinnen Geheimnisse voreinander? Und so weiter und so fort.
Lege dir eine MindMap oder eine Seite in deinem Notizbuch an und analysiere alles, was es zu den Beziehungen deiner Charaktere zu analysieren gibt. .
Heutige Schreibübung: Du bist auf einer Insel gestrandet. Um dich rum ist nur Meer und Dschungel. Und jetzt schreib los!
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📷: „Die Welt durch deine Augen“ von @s.arahheine. Ein richtig schöner Liebesroman, der mir ein paar tolle Stunden bereitet hat. Wäre auch was für den Herbst zum einkuscheln gewesen 🤔
  • Tag 11 der #NaNoPrepChallenge
Heute geht es um die Erzählperspektive und davon gibt es einige. Zum Beispiel den auktorialen oder personalen Erzähler und das er/sie/es oder ich. Welche Erzählperspektive man wählt, sollte man sich gut überlegen, denn jede sorgt für eine andere Stimmung. Mit dem Ich-Erzähler sorgt man zum Beispiel für viel Nähe zum Protagonisten, aber es beschränkt die Geschichte eben auch auf den Ich-Erzähler und beleuchtet sie nicht auch von anderen Seiten. Auch die gewählte Zeit spielt da eine Rolle. Schreibt ihr im Präsens hat der Leser viel mehr das Gefühl wirklich dabei zu sein als mit dem Präteritum.
Eine tolle Übersicht der Erzählperspektiven habe ich dir in meinem Profil verlinkt. Mach dir Gedanken dazu, welche Perspektive du wählen willst. Aber denke auch darüber nach, was eine ander Perspektive aus deiner Geschichte machen würde. So ist mein Projekt zum Beispiel dem Ich-Erzähler entwachsen.
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Die heutige Schreibübung: Vorfreude ist bekanntlich die schönste Freude. Worauf freust du dich in nächster Zeit am meisten? Berichte, wie es dazu kommt oder wie du dir vorstellst, dass es wird.
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In meinem Projekt hatte ich in der Urfassung den Ich-Erzähler gewählt. Nun gibt es aber so viele Nebenhandlungen, die ich zusätzlich erzählen möchte, dass der personale Erzähler viel besser passt. So kann ich zwischen den Charakteren, die im Fokus stehen, hin und her springen.
  • Tag 10 der #NaNoPrepChallenge
Heute beschäftigen wir uns mit unseren Charakteren. Wahrscheinlich habt ihr so wie ich schon grobe Gestalten und Eigenschaften im Kopf, aber es ist wichtig, die eigenen Charaktere so gut wie möglich zu kennen. Dafür helfen RPGs ganz gut, aber auch Fragebögen sind super, um seine Charaktere besser kennen zu lernen. Vor allem könnt ihr so immer wieder nachschlagen, falls ihr vergessen haben solltet, welche Haarfarbe Nebencharakter XY zum Beispiel hat.
Unten habe ich euch den Steckbrief aufgeschrieben, den ich oft nutze und den ich auch für mein aktuelles Projekt verwendet habe.
Legt euch also ein Notizbuch an und fangt an, alles zu euren Charakteren aufzuschreiben.
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Heutige Schreibübung: Stellt euch einen eurer Charaktere vor und beschreibt ihn. Nicht nur äußerlich, sondern auch seinen Charakter, seine Gedanken und Emotionen.
.
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Steckbrief
Name:
Alter: (ggf. mit Geburtstag)
Geburtsort:
Heimatort:
Haare:
Augenfarbe:
Größe:
Äußere Erscheinung: (alle äußerlichen Eigenschaften, sowie Ausstrahlung, etc.)
Wesen:
Besondere Fähigkeiten: (nicht nur magische, sondern auch zum Beispiel Karate)
Ausbildung/Beruf:
Beziehungen:
Erwähnenswertes: (hier notiere ich gerne Dinge aus der Vergangenheit oder wichtige Aspekte, die im späteren Verlauf erfolgen)
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Man kann den Steckbrief natürlich noch um viele Punkte ergänzen, aber ich komme mit diesem knackig kurzen ganz gut klar.
  • Tag 09 der #NaNoPrepChallenge
Heute soll es um das Thema Inspiration gehen. Die Frage danach ist Bestandteil fast jeden Autoreninterviews. Und meist antworten die Autoren, dass es darauf keine richtige Antwort gibt. Denn Inspiration kann man überall finden. Voraussetzung dafür ist es mit offenen Augen durch die Welt zu gehen. Aber es gibt natürlich Tools, die perfekte Inspirationslieferanten sind.
Meine liebste Inspirationsquelle ist Pinterest. Dort suche ich häufig gezielt nach einem Stichwort und durch all die Bilder bildet sich ein Netz an Ideen.
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Ich habe aber auch mal bei anderen Autorinnen nachgefragt und hier eine kleine Liste an Offline-Inspirationsquellen:
* @weilautorin erlangt Inspiration durch Orte, die sie bereist.
* @frauvorragend_89 bekommt ihre Inspiration durch ihr Studium, durch alte Geschichten, Legenden und Sagen.
* Für @kianelazin ist das echte Leben die größte Inspiration. Orte, Gespräche, Geräusche.
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Welche Inspirationsquellen nutzt ihr?
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Heutige Schreibübung: Geh raus spazieren, lass dich inspirieren und schreibe über das erste, das dir dort einfällt.
  • Tag 08 der #NaNoPrepChallenge
Da wir uns gestern Gedanken über den Anfang unserer Projekte gemacht haben, soll es heute um das Ende gehen. Natürlich entwickelt sich das häufig erst während dem Schreiben oder dem Plotten und dazu kommen wir erst noch. Aber man hat ja trotzdem schon eine ungefähre Vorstellung, wo die Reise enden soll. Und genau darüber sollt ihr euch heute Gedanken machen.
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Die heutige Schreibübung stammt aus dem Buch "Leben, schreiben, atmen" aus dem @diogenesverlag und lautet: Gehe durch das Haus deiner Kindheit. Was siehst du? Was riechst du? Schreibe all deine Erinnerungen und Eindrücke auf.
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Bis gerade eben habe ich mir über das Ende meiner Geschichte auch noch keine Gedanken gemacht. Vor allem, weil ich einen Mehrteiler plane. Ich weiß, wie die Reihe enden wird, aber das kann ich natürlich nicht verraten, weil das ein zu krasser Spoiler wäre. Über das Ende des ersten Bandes muss ich mir aber auch noch Gedanken machen.