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Rezension

MÖRDER von Veikko Bartel

Anzeige. Während ich für „Mörderinnen“ des Autors gerade mal zwei Tage gebraucht habe, habe ich „Mörder“ doch einige Tage mit mir herumgeschleppt. Obwohl die Aufmachung so ähnlich ist und man erwartet, dass sich „Mörder“ nahtlos an den Vorgänger anfügen wird, gibt es doch einige Unterschiede. Und welche und wie sie mir gefallen, erzähle ich dir nun. Anmerkung: Man muss “Mörderinnen” nicht für dieses Buch gelesen haben, die beiden Bücher funktionieren unabhängig voneinander.

 

KLAPPENTEXT

Wer in gut 40 Tötungsfällen vor Gericht verteidigt hat, weiß, was Männer dazu bringt, einem anderen Menschen das Leben zu nehmen. In seinem zweiten Buch »Mörder« zeigt Strafverteidiger Veikko Bartel die männliche Seite des Tötens und schildert die sechs spektakulärsten Fälle. Er erzählt mitreißend von den Hintergründen, den seelischen Untiefen und den biographischen Tragödien, die sich hinter den Taten verbergen. Einmal mehr stellt der Autor die Frage nach Gerechtigkeit und beweist mit jeder Geschichte: Kein Krimi ist so spannend wie die Realität.
Quelle: mosaik

 

MEINE MEINUNG

Eines wurde bereits beim Lesen des ersten Falles sehr schnell klar: Bartel fährt hier eine andere Strategie als bei seinem ersten Buch. Während die Fälle in „Mörderinnen“ aus Sicht der Täterinnen erzählt wurde und dadurch eher die Psyche ergründet hat, geht es in Mörder sehr viel um die Verhandlungen und alles wird aus Bartels Sicht bzw. der Sicht eines unbeteiligten Zuschauers geschildert. Durch diese veränderte Erzählform, verändert sich auch das Gefühl während des Lesens.

„Mörderinnen“ hat mich damals von der ersten Seite an mitgerissen. Ich habe während dem Lesen die Zeit vollkommen vergessen und das passiert mir wirklich nicht oft. „Mörderinnen“ ließ sich eher wie einen Thriller lesen, „Mörder“ wie ein Bericht. Die gleiche Spannung kam einfach nicht auf, es ging weniger um die Täter, zwar schon um ihre Beweggründe, aber es war weniger Tief. Während man in „Mörderinnen“ in die Tat eintauchen konnte, fühlt man sich bei „Mörder“ selbst wie ein Zuschauer.

 

Im Nachhinein fällt mir auf, dass ich es anfangs seltsam fand, dass „Mörderinnen“ so erzählerisch beschrieben war, man von Bartel nichts mitbekommen hat. Aber es hat die Spannung so katapultartig steigen lassen, dass das schnell in Vergessenheit geraten ist. In „Mörder“ ist es jetzt genau andersherum. Es ist aus Bartels Sicht geschrieben, weniger erzählerisch, aber genau das hat mir jetzt gefehlt.

Es ist zwar durchaus interessant, mehr über Bartel und seine Arbeit als Strafverteidiger zu erfahren, doch all die Anekdoten über ihn und seine befreundeten Kollegen empfand ich beim Lesen dann doch eher als ermüdend – ja, als langweilig. Für einen Fall muss Bartel zum Beispiel nach Indien reisen, weil sein Mandant dort als flüchtender Mörder festgenommen wurde. Es wird Indien beschrieben, die Eigenart der Leute, das seltsame, viel zu heiße Gerichtsgebäude, Bartels Schwierigkeiten mit seinen Englischkentnissen. Nur eines wird eher kurz angeschnitten: Der Fall selbst.

Ich will nicht bestreiten, dass Bartels Leben sehr aufregend sein kann, dass es auch etwas für sich hat, etwas mehr über ihn zu erfahren. Aber ich habe das Buch aus einem Grund gelesen: Aufregende Fälle und das „Warum?“ der Täter. Während ich das und mehr in „Mörderinnen“ bekommen habe, hat mich „Mörder“ enttäuscht zurückgelassen.

 

FAZIT

Wenn man „Mörder“ mit „Mörderinnen“ vergleicht, stellt man fest, dass sich hier zwei ganz unterschiedliche Erzählmethoden wiederfinden. Während das erste Buch mitreißt und die Seiten so rasant vorbeifliegen wie bei einem Thriller, besticht „Mörder“ mit Erzählungen von Bartel selbst und seiner Arbeit. Es geht weniger um die Fälle und die Psyche der Täter, sondern mehr um die Verhandlungen, um die Arbeit eines Strafverteidigers. Das ist zwar schon interessant, aber nicht das, was ich mir von diesem Buch erhofft habe. Mit „Mörderinnen“ kann dieses Buch jedenfalls nicht im Geringsten mithalten.

 

 

 

MÖRDER von Veikko Bartel

mosaik | 2019 | 256 Seiten

erhältlich als Hardcover | eBook

 

 

Hierbei handelt es sich um ein Rezensionsexemplar des Mosaik Verlags.

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  • Anzeige. Vor ca. zwei Wochen habe ich dieses Buch beendet und ich bin irgendwie immer noch überfordert. Trotzdem habe ich jetzt endlich die Rezension geschrieben und auf meinem Blog hochgeladen (Link im Profil!).
Aber wie geht man mit so einem Buch um? Mit einem Buch, das von einer Vergewaltigung und den Folgen für die Frau handelt. Ein Buch, das kaum Unterhaltung bietet, weil es so weh tut. Das Lesen von "Scham" war ganz oft sehr beklemmend. Obwohl es so kühl geschrieben ist, fühlt man irgendwie trotzdem so viel von dem, was die Protagonistin fühlt.
Empfehlen lässt sich dieses Buch nicht einfach so, weil das Thema heftig ist, weil es heftig beschrieben wird, weil das Buch ganz, ganz sicher nicht für jeden etwas ist. Trotzdem bin ich froh es gelesen zu haben. Einfach wegen dem Gedankenstrudel, den es ausgelöst hat. Mehr zu meinen Gedanken dazu dann auf meinem Blog.
  • Ich wünsche euch einen wunderschönen Tag!
Gestern hatte ich überraschend frei und wollte eigentlich total produktiv sein und einen Beauty/Wellness-Tag einlegen. Stattdessen hab ich den ganzen Tag Animal Crossing gespielt. Hupsi 😬
Am Wochenende Versuch ich es dann nochmal, damit hoffentlich wieder Routine ins Bloggen kommt 😊
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Was steht bei euch heute so an?
Ich muss vermutlich länger arbeiten und werde nebenbei lernen. Sehr spannend 🙄
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📷: „Die Maske“ und „Der Revolver“ von Fuminori Nakamura (beide super, zweites bereits auf dem Blog rezensiert) und „Der Abgrund in dir“ von Dennis Lehane (noch ungelesen)
  • Anzeige. Ich hab gestern dieses Buch beendet und ... puh, das war echt hart. Ich kann nicht sagen, ob das Buch gut war, weil die Thematik so heftig und schlimm ist, dass man das kaum gut nennen kann.
Ich spreche hier ganz deutlich eine Triggerwarnung für Vergewaltigung und Kindesvernachlässigung aus. Denn es geht um eine Frau, die von ihrem Chef überwältigt wird und die, als sie schwanger wird, davon überzeugt ist, dass das Kind von ihrem Vergewaltiger ist und nicht von ihrem Mann. 
Von da an befindet sie sich in einem Kreislauf, in dem mal alles gut läuft, sie ihre Routine findet, und in dem dann wieder alles schrecklich läuft, weil sie ihr Kind nicht lieben kann und allen etwas vorspielt.
Dieses Buch war so, so schlimm, weil Marie mit all dem alleine war, obwohl sie eigentlich nicht alleine ist. Aber sie hatte nicht den Mut, sich jemandem anzuvertrauen.
Beschrieben wird das alles in einem sehr kühlen Ton. Dieser Abstand zur Protagonistin ist beim Lesen aber vielleicht ganz gut, weil man es sonst kaum ertragen könnte.
Für eine Rezension muss ich mir noch meine Gedanken machen, aber so viel sei schon gesagt: ich kann es empfehlen, aber man sollte sich darüber im Klaren sein, dass diese Geschichte definitiv kein Zuckerschlecken ist.
  • Ich hab’s schon mal erwähnt: Mein Blog ist im März fünf Jahre alt geworden und jetzt gibt es auch einen Beitrag dazu 😊 Den Link findet ihr wie immer in meinem Profil!
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Ansonsten wünsche ich euch einen schönen Wochenstart. Und an alle, die wie ich rausmüssen: Haltet durch ♥️
(Ich fahre gerade in die Arbeit und auch an der dritten Haltestelle ist niemand zugestiegen ... gruselig 😖)
  • Gestern war #Schreibnacht und ich habe sie im Videocall mit den Chatadias verbracht. Wer hätte gedacht, dass wir wirklich so viel schreiben und uns nicht nur gegenseitig ablenken würden? Es hat so gut getan, diese Atmosphäre zu spüren, wenn jeder in sein Manuskript vertieft ist. Vor allem hat es so gut getan, nach drei Wochen Pause endlich wieder zu schreiben 😍
Auf dem Bild steht ihr einen Ausschnitt aus dem Pinterestboard zu meinem aktuellen Projekt. (Link ist im Profil)
Und hier noch ein dickes fettes Danke an die #Chatadias dafür, dass wir uns so lange kennen, dass uns das Schreiben so verbindet und dass ihr der Grund seid, weshalb ich immer noch an diesem Traum festhalte ♥️♥️
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Wer von euch schreibt auch?
  • Ich wünsche euch ein wunderschönes Wochenende! ♥️
Ich verbringe meines mit Bloggen, lesen, schreiben und hoffentlich Animal Crossing. Oh ja, und mit viel Kaffee 😍 habt ihr Lust, dass ich euch mal ein Wochenende mitnehme? Ich habe eh das Gefühl, in den Storys in letzter Zeit zu inaktiv zu sein. Lasst es mich gerne wissen 😊
Übrigens poste ich gerade mein Lieblingsbild von euch, wenn ihr mit einem ♥️ auf meine Story reagiert!
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Wie sieht euer Wochenende aus?
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P.S. In Bayern herrschen jetzt Ausgangsbeschränkungen. Ist für viele ein großes Ding, aber ich denke nur so: juhuuu, endlich die Erlaubnis die ganze Zeit auf dem Sofa rumzugammeln. Ohne schlechtes Gewissen, dass man ja auch mal rausgehen sollte 🙈😂
  • Ich schicke euch ganz liebe Grüße!
In Bayern wird jetzt der Katastrophenfall ausgerufen. Das heißt, alle Läden schließen, außer natürlich Supermärkte und Apotheken.
Ich bin gerade auf dem Weg zur Arbeit und kann das alles gar nicht realisieren. Alles wirkt so normal, die Sonne scheint. Aber man merkt schon, dass weniger Leute unterwegs sind. Kommt mir vor, als würde ich einen Thriller lesen, in dem es um ein Supervirus geht ... hab ich übrigens erst vor ein paar Wochen. Aber ob auf „Cold Storage“ jetzt noch jemand Lust hat?
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Jedenfalls: passt auf euch auf! Geht kein unnötiges Risiko ein und denkt an eure Mitmenschen ♥️ und lest ganz viel. Wenn ihr mich fragt, gab es nie einen besseren Grund, in andere Welten zu fliehen 📖
  • Auf dem Blog gibt es neue Leselaunen und damit kurze Meinungen zu allen Büchern, die ich zuletzt gelesen habe oder gerade lese. Mit dabei „Die Maske“ von Nakamura 😊
Das Schreiben hat so Spaß gemacht und ich freu mich jetzt wieder richtig aufs Bloggen 😍 In den Leselaunen verrate ich übrigens auch, welche Beiträge ich demnächst schreiben will 😊