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Buchliebe

Meine Neuzugänge von der Buchhändlerschule

Vor ungefähr eineinhalb Monaten habe ich auf Instagram gefragt, ob ein Beitrag über all meine Neuzugänge vom Mediacampus Frankfurth, der Buchhändlerschule, lesenswert wäre. Da die Mehrzahl dafür war, kommt er jetzt: Der unfassbar lange Neuzugänge-Beitrag, den du eventuell gar nicht ganz lesen möchtest, aber hoffentlich tun wirst.

Kleine Anmerkung vorab: Während meines Aufenthalts am Mediacampus kam meine Romane-Phase vom Anfang des Jahres zurück, weshalb der Großteil der Neuzugänge aus diesem Genre stammen.

GOTTES WERK UND TEUFELS BEITRAG von John Irving

Darum geht es: Homer ist anders als die anderen Kinder im Saint-Cloud´s Waisenhaus: Er will nicht weg. Nach vier gescheiterten Adoptionsversuchen erlaubt Dr. Larch ihm daher, zu bleiben – unter der Bedingung, daß er im Waisenhaus mit angeschlossener Entbindungs- und Abtreibungsstation bei »Gottes Werk« – dem Entbinden – und bei »Teufels Beitrag« – dem Abtreiben – assistiert. Doch das ist nur der Beginn von Homers Odyssee. Quelle: Diogenes

Warum ich es habe: Irving soll ja ein ganz spezieller Autor sein, bzw. seine Romane sollen ganz spezielle Geschichten sein. Es wurde auf der Arbeit mal ein Statement zu einem seiner neueren Bücher gemacht. „Ein typischer Irving“, sagte jemand und alle, die bereits Bücher von ihm gelesen hatten, nickten sofort zustimmend. Ich finde es faszinierend, wenn Autoren so starke Merkmale in ihre Romane einfließen lassen, dass man sie immer sofort erkennt. Also bin ich neugierig geworden und habe recherchiert und nach Meinungen gefragt. „Gottes Werk und Teufels Beitrag“ soll Irvings bester Roman sein. Hinterher gesehen, ist es vielleicht ein bisschen dämlich, mit dem besten Roman des Autors anzufangen.

 

DANN SCHLAF AUCH DU von Leila Slimani

Darum geht es: Sie wollen das perfekte Paar sein, Kinder und Beruf unter einen Hut bringen, alles irgendwie richtig machen. Und sie finden die ideale Nanny, die ihnen das alles erst möglich macht. Doch wie gut kann man einen fremden Menschen kennen? Und wie sehr kann man ihm vertrauen?

Sie haben Glück gehabt, denken sich Myriam und Paul, als sie Louise einstellen – eine Nanny wie aus dem Bilderbuch, die auf ihre beiden kleinen Kinder aufpasst, in der schönen Pariser Altbauwohnung im 10. Arrondissement. Wie mit unsichtbaren Fäden hält Louise die Familie zusammen, ebenso unbemerkt wie mächtig. In wenigen Wochen schon ist sie unentbehrlich geworden. Myriam und Paul ahnen nichts von den Abgründen und von der Verletzlichkeit der Frau, der sie das Kostbarste anvertrauen, das sie besitzen. Von der tiefen Einsamkeit, in der sich die fünfzigjährige Frau zu verlieren droht. Bis eines Tages die Tragödie über die kleine Familie hereinbricht. Ebenso unaufhaltsam wie schrecklich. Quelle: Luchterhand

Warum ich es habe: Auf dieses Buch bin ich durch miss happyreading Aufmerksam geworden. Sie hat eine Rezension darüber geschrieben, die wirklich interessant klang (Du findest sie hier). Dass die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht, macht das ganze zu einem spannenden und schockierenden Erlebnis. Zum Glück hatte es eine Kollegin auf dem Campus doppelt und konnte mir so eine Ausgabe schenken.

 

DIE HOCHHAUSSPRINGERIN von Julia von Lucadou

Darum geht es: Riva ist Hochhausspringerin – ein perfekt funktionierender Mensch mit Millionen Fans. Doch plötzlich weigert sie sich zu trainieren. Kameras sind allgegenwärtig in ihrer Welt, aber sie weiß nicht, dass sie gezielt beobachtet wird: Hitomi, eine andere junge Frau, soll Riva wieder gefügig machen. Wenn sie ihren Auftrag nicht erfüllt, droht die Ausweisung in die Peripherien, wo die Menschen im Schmutz leben, ohne Möglichkeit, der Gesellschaft zu dienen. Was macht den Menschen menschlich, wenn er perfekt funktioniert? „Die Hochhausspringerin“ führt in eine brillante neue Welt, die so plausibel ist wie bitterkalt. Quelle: Hanser

Warum ich es habe: Der Hanser Verlag war mit der Autorin, Julia von Lucadou, auf dem Mediacampus und hat zu einer Lesung geladen. Obwohl mich diese zukunftskritischen Romane gar nicht so sehr ansprechen, hat „Die Hochhausspringerin“ etwas an sich, das mir wahnsinnig gut gefällt. Vielleicht, weil die Autorin so sympathisch war und toll gelesen hat, vielleicht weil das Buch sehr filmerisch wirkt. Jedenfalls bin ich sehr neugierig darauf, denn thematisch scheint es in eine ähnliche Richtung wie die Serie „Black Mirror“ zu gehen, die ich wirklich gut finde.

 

VOR DEM STURM von Jesmyn Ward

Darum geht es: Ein Hurrikan braut sich über dem Mississippi-Delta zusammen, aber Esch und ihre drei Brüder, die mit dem Vater in einer zusammengezimmerten Hütte am Rande des Waldes inmitten von Hühnern und alten Autowracks leben, haben noch andere Sorgen. Mit kleinen Diebstählen und viel Liebe versucht Skeetah, die neugeborenen Welpen seiner Pitbull-Hündin China durchzubringen. Randall will Basketballprofi werden, aber zugleich müssen er und Esch sich um Junior, den Jüngsten, kümmern, dem wie allen die Mutter fehlt, die bei seiner Geburt gestorben ist. Da merkt die Fünfzehnjährige, dass sie schwanger ist – von Randalls bestem Freund, der mit einer anderen zusammenlebt. Wem kann man sich anvertrauen, wenn kaum einer für sich selbst sorgen kann? Quelle: Kunstmann

Warum ich es habe: Auf dem Mediacampus habe ich das Buch „Singt, ihr Lebenden und ihr Toten, singt“ von Jesmyn Ward (Rezension folgt) gelesen. Obwohl sich das Buch sehr gezogen hat, fand ich den Stil irgendwie total faszinierend. Die Handlung von „Vor dem Sturm“ klingt sogar noch interessanter. Sehr gesellschaftskritisch, Minderheiten im Vordergrund und zerrüttete Familienverhältnisse. Das alles mit Wards Stil wirkt ziemlich vielversprechend.

 

DIE MÜTTER von Brit Bennett

Darum geht es: «Die Mütter», so nennen sie die alten Frauen in der kleinen kalifornischen Gemeinde Oceanside. Sie sind Zeugen des Skandals, mit dem dieser Roman beginnt. Ein Skandal ist es, wenigstens aus ihrer Sicht: dass Nadia Turner, deren Mutter sich das Leben genommen hat, mit Luke, dem Sohn des Pastors … dass Nadia Turner ein Baby bekommt … oder vielmehr beschließt, es nicht zu bekommen. Und das ist erst der Anfang der Geschichte. Quelle: Rowohlt

Warum ich es habe: Auf dieses Buch hat mich eine Freundin Aufmerksam gemacht. Sie hat darüber nachgedacht, es zu lesen, und der Klappentext hat mich auch sofort angesprochen. Thematisch scheint es in eine ähnliche Richtung wie „Vor dem Sturm“ zu gehen, aber komplett anders umgesetzt. Andere Verhältnisse, andere Gesellschaft. Ich könnte gar nicht sagen, welches der beiden Bücher interessanter klingt.

 

DIE MASKE  von Fuminori Nakamura

Darum geht es: Die mächtige japanische Kuki-Familie folgt einer menschenverachtenden Tradition: Der jeweils jüngste Sohn wird dazu erzogen, das Böse über die Menschheit zu bringen. Und so erhält Fumihiro eine Ausbildung, deren Ziel Zerstörung und Unglück ist, so viel ein einzelner Mensch nur vermag. Doch er hat andere Pläne: Fumihiro liebt das Waisenmädchen Kaori und will sie beschützen – und damit wird sein eigener Vater zu seinem schlimmsten Feind. Quelle: Diogenes

Warum ich es habe: Als ich diesen Roman bei uns im Laden gesehen und den Klappentext gelesen habe, war mir sofort klar, dass ich es lesen muss. Mittlerweile habe ich den Diogenes Verlag ja so ein bisschen für mich entdeckt (auch wenn ich nicht nur positive Erfahrungen gemacht habe) und auch auf Blogs habe ich von „Die Maske“ viel Gutes gehört. Deshalb musste ich es mir einfach kaufen.

 

DIE VEGETARIERIN von Han Kang

Darum geht es: Ein seltsam verstörendes, hypnotisierendes Buch über eine Frau, die laut ihrem Ehemann an Durchschnittlichkeit kaum zu übertreffen ist – bis sie eines Tages beschließt, kein Fleisch mehr zu essen. Quelle: Aufbau

Warum ich es habe: Der Aufbau Verlag war ebenfalls für eine Lesung da und ich habe mit dem Lektor darüber gesprochen, wie begeistert ich von „Menschenwerk“ von Han Kang war. Da er „Die Vegetarierin“ sogar noch besser fand und ich das Buch noch nicht gelesen habe, hat er mir angeboten, mir das Buch zuzuschicken. Und pssst, mir wurde gesagt, dass es bald etwas neues von Han Kang geben wird.

 

WAS ICH EUCH NICHT ERZÄHLTE von Celeste Ng

Darum geht es: »Lydia ist tot.« Der erste Satz, ein Schlag, eine Katastrophe. Am Morgen des 3. Mai 1977 erscheint sie nicht zum Frühstück. Am folgenden Tag findet die Polizei Lydias Leiche. Mord oder Selbstmord? Die Lieblingstochter von James und Marilyn Lee war ein ruhiges, strebsames und intelligentes Mädchen. Für den älteren Bruder Nathan steht fest, dass Jack an Lydias Tod Schuld hat. Marilyn, die ehrgeizige Mutter, geht manisch auf Spurensuche. James Lee, Sohn chinesischer Einwanderer, bricht vor Trauer um die Tochter das Herz. Allein die stille Hannah ahnt etwas von den Problemen der großen Schwester. Was bedeutet es, sein Leben in die Hand zu nehmen? Welche Kraft hat all das Ungesagte, das Menschen oft in einem inneren Abgrund gefangen hält? Nur der Leser erfährt am Ende, was sich in jener Nacht wirklich ereignet hat. Quelle: dtv

Warum ich es habe: Ebenfalls auf dem Mediacampus (die Bibliothek dort ist einfach genial) habe ich das Buch „Kleine Feuer überall“ gelesen, von dem ich seither überall und zu jeder Gelegenheit schwärme. Weil ich so begeistert war, musste ich mir natürlich auch Ngs Debüt holen. Ich habe auch schon reingelesen und freue mich darauf, bald weiterzulesen. Celeste Ng bekommt von mir so eine dicke fette Empfehlung, und das nach erst einem gelesenen Buch.

 

EIN WENIG LEBEN von Hanya Yanagihara

Darum geht es: Jude, JB, Willem und Malcolm: vier Männer in New York, die sich am College kennengelernt haben. Jude St. Francis, brillant und enigmatisch, ist die charismatische Figur im Zentrum der Gruppe – ein aufopfernd liebender und zugleich innerlich zerbrochener Mensch. Immer tiefer werden die Freunde in Judes dunkle, schmerzhafte Welt hineingesogen, deren Ungeheuer nach und nach hervortreten. “Ein wenig Leben” ist ein rauschhaftes, mit kaum fasslicher Dringlichkeit erzähltes Epos über Trauma, menschliche Güte und Freundschaft als wahre Liebe. Es begibt sich an die dunkelsten Orte, an die Literatur sich wagen kann, und bricht dabei immer wieder zum hellen Licht durch. Quelle: Hanser

Warum ich es habe: Für dieses Buch bin ich wohl ein bisschen spät dran. Letztes Jahr ging ja ein gewalter Hype durch die Buchwelt, der Roman und die Autorin wurden gefeiert ohne Ende. Damals hatte ich noch keine Roman-Phase, die hat erst jetzt eingesetzt. Außerdem habe ich mittlerweile eine Mitgliedschaft der Büchergilde Gutenberg, wo ich mir dieses Buch als allererstes ausgesucht habe. Das Cover ist so zwar wirklich genial, aber die Gildenausgabe gefällt mir auch sehr gut.

 

DER ZOPF von Laetitia Colombani

Darum geht es: Die Lebenswege von Smita, Giulia und Sarah könnten unterschiedlicher nicht sein. In Indien setzt Smita alles daran, damit ihre Tochter lesen und schreiben lernt. In Sizilien entdeckt Giulia nach dem Unfall ihres Vaters, dass das Familienunternehmen, die letzte Perückenfabrik Palermos, ruiniert ist. Und in Montreal soll die erfolgreiche Anwältin Sarah Partnerin der Kanzlei werden, da erfährt sie von ihrer schweren Erkrankung.
Ergreifend und kunstvoll flicht Laetitia Colombani aus den drei außergewöhnlichen Geschichten einen prachtvollen Zopf. Quelle: Fischer

Warum ich es habe: Über dieses Buch habe ich so unfassbar viel gutes gelesen, auf so ziemlich sämtlichen Buchblogs dieses Landes. Vielleicht ein bisschen übertrieben, aber das Buch wurde schon extrem gehyped. Und weil ich auf dem Mediacampus in heftigste Kauflaune verfallen bin, musste ich es einfach kaufen.

 

DUNKELGRÜN FAST SCHWARZ von Mareike Fallwickl

Darum geht es: Raffael, der Selbstbewusste mit dem entwaffnenden Lächeln, und Moritz, der Bumerang in Raffaels Hand: Seit ihrer ersten Begegnung als Kinder sind sie unzertrennlich, Raffael geht voran, Moritz folgt. Moritz und seine Mutter Marie sind Zugezogene in dem einsamen Bergdorf, über die Freundschaft der beiden sollte Marie sich eigentlich freuen. Doch sie erkennt das Zerstörerische, das hinter Raffaels stahlblauen Augen lauert. Als Moritz eines Tages aufgeregt von der Neuen in der Schule berichtet, passiert es: Johanna weitet das Band zwischen Moritz und Raffael zu einem fatalen Dreieck, dessen scharfe Kanten keinen unverwundet lassen. Sechzehn Jahre später hat die Vergangenheit die drei plötzlich wieder im Griff, und alles, was so lange ungesagt war, bricht sich Bahn – mit unberechenbarer Wucht. Quelle: fva

Warum ich es habe: Dieses Cover ist so wunderschön, so schlicht es auch ist. Das allein reicht meist schon als Kaufgrund oder? Hier kommt noch hinzu, dass auch dieses Buch Anfang des Jahres auf fast jedem Blog zu finden war. Das macht dann irgendwie automatisch neugierig. Und auch eine Kollegin von mir hat das Buch empfohlen.

 

ORLANDO von Virginia Woolf

Darum geht es: Ewige Jugend und Schönheit gibt es nur im Roman und wohl in keinem so viel wie in diesem: Über drei Jahrhunderte lebt Orlando in diversen Rollen und an den verschiedensten Orten. Der junge Adlige am Hof Königin Elisabeths I. wird Diplomat in Konstantinopel. Dann wandelt sich Orlando zur Frau, lebt bei einer Zigeunertruppe, bis sie nach England zurückkehrt und schließlich im 20. Jahrhundert als Schriftstellerin berühmt wird. Quelle: Anaconda

Warum ich es habe: Ich glaube, man kann sagen, dass Virginia Woolf eine Visionärin war. Sie war ihrer Zeit weit voraus und zwar mit ihrer Einstellung und ihrer Weltanschauung. In „Orlando“ geht es um eine Person, deren Geschlecht immer wieder wechselt. Mal Mann, mal Frau. KLingt unfassbar interessant, vor allem wenn man bedenkt, dass dieses Buch 1928 erschienen ist.

HIER IST NOCH ALLES MÖGLICH von Gianna Molinari

Darum geht es: Eine junge Frau wird als Nachtwächterin in einer Verpackungsfabrik eingestellt. Abend für Abend macht sie ihren Rundgang, kontrolliert die Zäune. Ein Wolf soll in das Gelände eingedrungen sein. Mit jeder Nachtschicht wird die Suche nach dem Wolf mehr zu einer Suche nach sich selbst und zur Frage nach den Grenzen, die wir ziehen, um das zu schützen, woran wir glauben. Quelle: Aufbau

Warum ich es habe: Gianna Molinari war mit dem Aufbau Verlag für eine Lesung auf dem Mediacampus. Das hat uns alle sehr gefreut, weil der Titel damals gerade erst auf der Longlist gelandet ist. Die Lesung war gut, aber das Buch klang einfach nicht ganz so interessant wie ich es mir erhofft hatte. Natürlich will ich ihm dennoch eine Chance geben, immerhin liest es sich sehr schnell.

 

ANGEL von Elizabeth Taylor

Darum geht es: Angelica Deverell wächst Anfang des 20. Jahrhunderts in einer englischen Kleinstadt auf. Ihr Leben über dem Lebensmittelladen der Mutter empfindet sie als trostlos: Niemand erkennt, dass sie zu Größerem berufen ist. Schreibend fantasiert sie sich in das prächtige Anwesen Paradise House und träumt von einer Karriere als Autorin. Als ein Verlag tatsächlich ihr überbordendes Manuskript annimmt, wird ihr märchenhafter Mädchentraum war. Auf der Höhe ihres Triumphes kauft sie Paradise House – doch Ruhm ist vergänglich und Angel verliert zunehmend den Bezug zur Realität. Quelle: Dörlemann

Warum ich es habe: Ebenfalls wieder ein Buch einer Verlagsveranstaltung. Die Verlegerin des Dörlemann Verlags war auf dem Campus und hat ein bisschen über die Entstehung des Verlags und seine Anfänge erzählt. Das war unfassbar interessant und deswegen einer der schönsten Abende dort. Das Buch „Angel“ hat mich da spontan angesprochen. Es geht um das Schreiben eines Romans und die Zweifel der Protagonistin. Das ist etwas, mit dem ich mich gut identifizieren kann.

 

MIT RECHTEN REDEN von Per Leo, Maximilian Steinbeis und Daniel-Pascal Zorn

Darum geht es: Demokratie ist kein Salon. Die Republik lebt vom Streit, von Rede und Gegenrede, nicht nur von Bekenntnissen und moralischer Zensur.
Dieser Leitfaden zeigt, dass es in der Auseinandersetzung mit »Rechtspopulismus« und »Neuen Rechten« um mehr geht als die Macht des besseren Arguments. Es geht vor allem um die Kunst, weniger schlecht zu streiten.
Leo, Steinbeis und Zorn sagen nicht, wie man mit Rechten reden muss. Sie führen vor, warum, wie und worüber sie selbst mit Rechten reden. Und sie denken über das Reden mit Rechten nach. Mal analytisch, mal literarisch. Teils logisch, teils mythologisch. Hier polemisch, dort selbstironisch. Quelle: Klett-Cotta

Warum ich es habe: Per Leo war für einen Vortrag am Mediacampus, der war zwar ganz interessant, aber auch ziemlich lang. Dennoch habe ich mich über das Buch gefreut, weil ich mich noch nie wirklich mit diesem Thema auseinander gesetzt habe (außer: Rechts ist scheiße.), es in dieser Zeit aber sehr wichtig ist. Anschließend gab es noch einen AG-Tag zum Thema Meinungsfreiheit mit ihm und Daniel-Pascal Zorn, der mir das Interesse an diesem Thema gleich wieder genommen hat. Obwohl die AG thematisch gut aufbereitet war, gab es keinen Platz seine eigene Meinund zu äußern, zu diskutieren. Deshalb habe ich die Befürchtung, dass es in diesem Buch auch so sein wird: Es gilt nur die Meinung der Autoren. – Was an diesem Vortrag aber gut war: Die Vorfälle auf der Frankfurter Buchmesse 2017 wurden gut beleuchtet und aufgeklärt. Man hat das ganze aus einem anderen Sichtfeld gesehen, da Per Leo und Daniel-Pascal Zorn selbst anwesend waren.

 

KHYONA von Katja Brandis

Darum geht es: Der Islandurlaub mit ihrer neuen Patchworkfamilie ist genauso anstrengend wie Kari sich das vorgestellt hat. Doch als ihr ein silberner Falke begegnet und sie ins Reich Isslar gebracht wird, verändert sich alles. Ehe Kari sich versieht, steckt sie mitten in einer magischen Welt voller Trolle, Eisdrachen und Elfen, in der Geysire über das Schicksal entscheiden und ein geheimnisvoller junger Mann über die Vulkane der Insel herrscht. Doch warum ist sie hier? Als Kari herausfindet, dass sie einer jungen Assassinin zum Verwechseln ähnlich sieht, die im Auftrag der Fürstin einen Mord begehen soll, steckt sie bereits in gewaltigen Schwierigkeiten … Quelle: Arena

Warum ich es habe: Wenn ich gewusst hätte, dass meine Jugendbuchzeiten (vorübergehend) vorbei sind, hätte ich dieses Buch nicht mitgenommen. Aber Brandis war bei der Lesung sehr sympathisch und hat viele Bilder von ihrer Islandreise, die sie zur Recherche für „Khyona“ gemacht hat, gezeigt. Das war sehr, sehr schön, weil man sich die Szenen im Buch, die sie gelesen hat, noch besser vorstellen konnte. Ich hoffe, dass die Jugendbuchphase wieder kommt und ich dann dieses Buch lesen werde.

 

WINNIE PUUH, SEIN FREUND UND DER ROTE BALLON

Darum geht es: Eines Morgens kehrt Christopher Robin zu Winnie Puuh und seinen Freunden in den Hundert-Morgen-Wald zurück. Aber die Jahre haben ihn verändert, aus dem unbeschwerten Jungen ist ein ernster Erwachsener geworden. Ob es seinen alten Freunden gelingt, ihm das Herz wieder mit Sonne, Magie und Luftballons zu füllen? Quelle: Carlsen

Warum ich es habe: Ich bin ein sehr, sehr großer Winnie Puh-Fan. War ich schon als Kind. Ich hatte alles auf Kassette, was es gab, hatte ein (für meine Eltern supernerviges) Honigtopfspiel, bin an Fasching vor ein paar Jahren als I-Ah gegangen und besitze eine supertolle Honigtopftasse. Als ich gesehen habe, dass ein neues Bilderbuch erschienen ist, musste ich sofort zugreifen. Damit habe ich mich auch als dusseligste Buchhändlerin überhaupt bewiesen: ich habe nämlich versehentlich die englische Ausgabe bestellt.

 

DAS FEUER IN MIR von Christian Milkus

Darum geht es: In einer Welt, in der dunkle Mächte auferstehen, verlieren die Menschen den Glauben.
Nach dem Tod ihrer Schwester steht Leanne am Abgrund. Nur Damion, Anführer der Zwölf Boten, vermag wieder Licht in ihr Leben zu bringen. Er und seine Gruppe bieten ihr Geborgenheit – doch ihre Ansichten spalten das Volk. Sie sind als Sekte verschrien, die den dunklen Gott verehrt und Schwarze Magie praktiziert.
Und sie planen eine Rebellion.
Gefangen in einem Konflikt zwischen Liebe, Glaube und Moral muss sich Leanne für eine Seite entscheiden – ohne zu wissen, wem sie vertrauen kann. Quelle: Drachenmond

Warum ich es habe: Der Drachenmond Verlag war am allerersten Verlagsabend zu Gast geladen und hat die gleichen Begeisterungsstürme ausgelöst wie auch im Internet. Obwohl ich schon negatives über den Umgang mit Lesern gehört habe, sind die Verlegerin und Ava Reed sehr sympathisch aufgetreten und haben alle Fragen souverän beantwortet. Was mich ein bisschen gestört hat (und damit möchte ich niemandem zu nahe treten, das war mein persönlicher Eindruck und muss absolut nicht der Realität entsprechen, bei so kurzen Veranstaltungen kann man sich nur eine bedingte Meinung bilden): Sie haben sich sehr daran aufgehängt, dass einige Rezensionen unter der Gürtellinie sind und es schwer ist, damit umzugehen. Kann ich gut verstehen, als Autor will man konstruktive Kritik und keine persönlichen Anfeindungen zu hören bekommen, aber das scheint dieses Drachenmond-Standardthema zu sein und das hat bei mir einen kleinen negativen Beigeschmack hinterlassen.
Aber zum Buch: Ich folge Milkus auf Twitter und habe deshalb mitbekommen, dass sein Buch veröffentlicht wurde. Außerdem haben wir eine gemeinsame Freundin und das hat mich dann doch sehr neugierig auf „Das Feuer in mir“ gemacht.

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1 COMMENT
  • Petra
    3 Wochen %1$s %2$s vor %3$s (%4$s)

    Huhu Kate,
    das sind ja großartige Neuzugänge bei dir! „Dann schlaf auch du“ ist vor kurzem auch bei mir eingezogen und ich freue mich schon riesig darauf. „Hier ist noch alles möglich“ sollte ich auch endlich mal vom SuB befreien. „Die Mütter“, „Gottes Werk und Teufels Beitrag“, „Ein wenig Leben“ und „Der Zopf“ habe ich alle auf der Wunschliste. „Khyona“ habe ich gelesen und es hat mir sehr gefallen! Ich wünsch dir ganz viele tolle Lesestunden mit deinen neuen Schätzen!
    Liebe Grüße, Petra

    • Kate
      2 Wochen %1$s %2$s vor %3$s (%4$s)
      Autor

      Liebe Petra,
      danke für deinen Kommentar! Ist ja schön, dass unser SuB viele Gemeinsamkeiten hat 🙂 Hoffentlich gefallen uns die Bücher dann auch.
      Liebste Grüße

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