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Rezension

MEANT TO BE von Claudia Balzer

Klappentext

Lexis Welt ist die Musik. Da ist sie sicher, kennt sich aus und kann ihre Vergangenheit so gut es geht vergessen. Mit Menschen hat sie es nicht so, scheut ihre Berührungen mehr als alles andere auf der Welt. Doch dann tritt Luke in ihr Leben. Gemeinsam sollen sie einen Song für das Plattenlabel, das Lexi gemeinsam mit ihrem Onkel führt, schreiben. Und so sehr es Lexi vor der Zusammenarbeit graut, so sehr ist sie überrascht, dass sie Lukes Brührungen nicht fürchtet, sondern sogar genießt. Aber ihre Vergangenheit holt Lexi unaufhaltsam ein und sie weiß nicht, ob sie Luke vollends vertrauen kann.

Meine Meinung

Die Entscheidung, ob ich dieses Buch lesen möchte oder nicht ist mir extrem schwer gefallen. Wie du weißt, harmonieren das Genre New Adult und ich nicht immer. Und hier geht es noch dazu um Musik, die ich zwar gerne höre, die sich mir darüber hinaus aber nicht in der Tiefe erschließt wie vielen anderen.

Einige wirklich gute Rezensionen und die sympathische Autorin haben mich dann aber doch dazu gebracht, es einmal mit MEANT TO BE zu probieren. Der Anfang hat mir auch direkt gefallen, denn man lernt Lexi und ihren Onkel kennen, den ich wirklich super finde. Auch erfährt man sofort, dass irgendetwas mit Lexi passiert ist – irgendetwas in ihrer Vergangenheit nimmt sie so sehr mit, dass sie davon nicht loskommt. Das ist in – ich würde sagen – fast 90% der New Adult-Romane so, deshalb war das nicht wirklich überraschend.

Schon kurz darauf begegnen wir Luke, dem männlichen Protagonisten, und – Applaus! – er ist kein Macho. Er ist kein Draufgänger oder Bad Boy, sondern wirklich ein netter Kerl. Er liebt die Musik genauso sehr wie Lexi, was die beiden so wunderbar miteinander verbindet. Außerdem scheint er sie zu verstehen, auch wenn er sich dessen nicht unbedingt bewusst ist. Er weiß automatisch, wie er mit ihr umgehen muss – nämlich rücksichtsvoll und einfühlsam. Es gibt hier keine plumpen Ammachsprüche kein „Ich muss das süße Mädel ärgern“. Es gibt einfach nur Lexi und Luke, zwei ruhige Charaktere, die auf einer Wellenlänge sind.

Und es gibt viel Musik. In all den Rezensionen, die ich gelesen habe, wurde das besonders hervorgehoben. Es ist auch etwas besonderes. Denn obwohl es viele Liebesgeschichten über Rockbands gibt, spielt ihre Musik meist nur insofern eine Rolle, dass sie zu Auftritten oder Proben müssen. In MEANT TO BE geht es um die Musik an sich. Lexi und Luke sind Songwriter. Es geht um die Texte, um die Gefühle dabei. Das ist Musik noch einmal auf einer ganz anderen Ebene. Am Ende des eBooks sind noch einmal alle Songs aufgeführt, aber auch hier auf der Seite der Autorin bekommst du einen kleinen Vorgeschmack.

Obwohl das alles ziemlich gut klingt, hat mich das Buch nicht mitreißen können. Dass mich Musik nicht derart begeistert, wie es bei vielen Lesern dieses Buch wahrscheinlich ist, war eher ein kleiner Nebeneffekt. Doch auch die Liebesgeschichte konnte mich nicht richtig anstecken. Lexi und Luke sind zwar ein Paar, das nicht besser zusammenpassen könnte, aber ihre Geschichte hat nicht die Art Spannung erzeugt, die ich bei Romanzen so gerne habe.

Abgesehen davon ist mir der Stil etwas zu kurz und abgehackt. Ich mag poetische Schreibe, ausführliche Schreibe. Ich mag es ausgeschmückt und manchmal verblümt. In MEANT TO BE ist alles sehr klar und einfach. Das erleichtert das Lesen zwar ungemein, aber so haben auch die Dialoge etwas geschwollen geklungen.

Fazit

Obwohl MEANT TO BE eine tolle Liebesgeschichte voller Musik verspricht, konnte mich die Handlung nicht richtig abholen. Die Schreibe und vor allem Dialoge wirkten teilweise gestellt, die Liebesgeschichte verursachte bei mir kein Prickeln und die große Konfrontation mit der Vergangenheit blieb aus.

Alles in allem bietet dieses Buch tolle Charaktere, die auf einer Wellenlänge sind, wie sie es selten in Liebesromanen sind. Für Musik-Fans, die eine nette Liebesgeschichte suchen und sich mit New Adult durchaus anfreunden können, ist dieses Buch genau das richtige.

MEANT TO BE von Claudia Balzer

forever | 2018 | 304 Seiten

erhältlich als TaschenbucheBook

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Mit der Rezension zu "Watercolor - Wild & Free" habe ich auf meinem Blog endlich eine neue Kategorie eingeläutet. Dabei soll es nicht nur um Aquarell gehen, sondern um Hobbys und Kreatives im Allgemeinen.
Seit diesem Sommer versuche ich mich an der Aquarellmalerei, musste dieses Hobby aber kurzzeitig einstellen, weil ich keinen vernünftigen Arbeitsplatz hatte und dann umgezogen bin. "Watercolor - Wild & Free" habe ich mir in der Hoffnung, dass ich ganz viel daraus nachmalen werde, geholt. Wie ich feststellen musste, sind die Motive aber leider noch etwas zu schwierig für mich, deshalb nehme ich das Buch als Motivation und Ansporn, so viel zu üben, bis ich das alles auch kann. Mal sehen, wie lange es dauert 🙈
Mehr zum Buch könnt ihr auf meinem Blog nachlesen. Die Rezension ging heute online.
  • Anzeige. Meinen Lesemonat Oktober gibt es ab sofort auf dem Blog zu lesen 😊 es sind leider nur drei Bücher geworden und keines war herausragend, aber sie waren doch alle gut.
Der Oktober war aber nicht nur lesetechnisch turbulent, auch privat war mit dem Umzug und den Klausuren in der Berufsschule einiges los. Ach ja, und dann war da ja auch noch die #NaNoPrepChallenge, die ziemlich viel Aufwand mit sich brachte. Das und noch mehr könnt ihr ab jetzt auf dem Blog nachlesen 😊
Was war euer Highlight im Oktober?
  • Tag 31 der #NaNoPrepChallenge!
Wow, es ist geschafft. Heute ist der letzte Tag der Challenge, 31 Tage haben wir jetzt zusammen verbracht und an unseren Projekten gearbeitet.
Ich hoffe, ihr seid jetzt perfekt auf den NaNoWriMo vorbereitet und könnt direkt durchstarten. Vielleicht ja schon heute zur Geisterstunde? 🤓 Ich hab voll Bock in den NaNo reinzuschreiben, falls sich jemand anschließen möchte, lade ich recht herzlich dazu ein.
Aber jetzt erst einmal zur heutigen Aufgabe: wo auch immer ihr schreiben werdet, räumt diesen Platz frei! Es gibt nichts schlimmeres als keinen Platz zum Schreiben zu haben. Da ist die Chance zur Prokrastination auch gleich viel höher, denn dann muss ja erst mal aufgeräumt werden 😅 Deshalb: bereitet Euern Schreibplatz vor!
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Die heutige Schreibübung: ihr dürft eine Fernsehshow erfinden. Beschreibt sie.
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📷: ein paar meiner weißen Bücher 😍 Der Rest ist noch in Umzugskartons.