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Rezension

QUALITYLAND von Marc-Uwe Kling

Die Känguru-Chroniken kennt mittlerweile wohl jeder, und auch ich fand die Reihe wahnsinnig unterhaltsam. Als ich hörte, ein dystopieähnlicher Titel des Autors soll erscheinen, habe ich mich sehr darauf gefreut.

 

Kurzbeschreibung

In X beschreibt Kling eine Zukunft, die im ersten Moment sehr nach SciFi klingt, bei genauerem Hinsehen aber gar nicht soweit von uns entfernt liegt. Denn es werden aktuelle Geschehnisse so geschickt aufgegriffen, dass sich das Buch in jeder Zeit ansiedeln könnte.
Es geht wieder um Politik, um unsere Gesellschaft und generelle Zustände, über die wir uns teilweise ärgern, denen wir aber nie eine tiefere Bedeutung beimessen. Durch X wird sich das ändern.

 

Meine Meinung

Vom System kontrolliert

Es beginnt noch ganz harmlos. Man lernt die unterschiedlichen Charaktere kennen, die eine größere oder kleinere Rolle in der Geschichte spielen. Zum Einen wäre da Peter Arbeitsloser, von Beruf Schrottpresser, der eigentlich ein normales Leben im System führt. Als seine Freundin sich von ihm trennt, weil das System einen besseren Partner für sie bereitstellt und er dadurch so viele Level herabsinkt, dass er als nutzlos gilt, beginnt er über das System nachzudenken. Und ihm wird klar, dass er niemals richtig glücklich war und kein eigenes Leben geführt hat, sondern das, das ihm das System vorgeschrieben hat.

 

Charaktere wider Willen

Schließlich lernt er Kiki kennen, die sich gegen das System auflehnt. Sie hat keinen Nachnamen oder gibt ihn zumindest nicht preis und versucht unter dem Radar zu schwimmen, um möglichst vorhersehbar zu sein. Sie ist sein Antrieb, selbst gegen das System vorzugehen.

Und zu guter letzt hätten wir noch John of Us. Der erste Androide, der als President kandidiert und dabei seinem Konkurrenten, der Trump verdächtig ähnelt, so mächtig auf die Nerven geht.

 

Gesellschaftskritik der besonderen Art

Im Prinzip geht es die ganze Zeit um die Wahl und darum, wie Peter versucht, dem vom System vorgeschriebenen Weg zu entkommen. Dabei werden aber immer wieder Gesellschaftskritiken eingebaut, so sachte und doch so offensichtlich, dass man X nur als Augen öffnend beschreiben kann.

Der unvergleichliche Humor von Marc-Uwe Kling kommt natürlich auch nicht zu kurz. Er beginnt schon bei den Nachnamen der Charaktere, die vollkommen absurd sind und von der Tätigkeit der Eltern herkommen, und auch die verschrobenen Persönlichkeiten an sich entlocken regelmäßige Schmunzler.

 

Fazit

Diese Satire ist eine klare Kritik an unsere Gesellschaft – wenn auch charmant und humorvoll verpackt. X hat viel Bedeutung für unser zukünftiges Leben und öffnet einem deutlich die Augen. Und dazu ist es auch noch unterhaltend. Was will man mehr?

 

 


 

QUALITYLAND von Marc-Uwe Kling

Ullstein | 2017 | 384 Seiten | Einzelband

erhältlich als Hardcover für Pessimisten eBook für Pessimisten

Hardcover für Optimisten | eBook für Optimisten

 


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