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Gefangen zwischen den Genres
Oder: Wie sich der Lesegeschmack ändert

Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich vor Jahren zum Lesen gefunden habe. Als Kind war ich nicht wirklich eine Leseratte, das kam erst mit ungefähr 14 Jahren. Dafür habe ich dann in dieser Zeit viele begeisternde Bücher kennen lernen dürfen. Egal ob es meine erste Buchliebe, die Biss-Reihe“, oder später die Revenant-Reihe war. Ich habe mich im Genre Jugendbuch sehr heimisch gefühlt und tolle Ausflüge zu den Liebesromanen gemacht.

 

Vom Genre enttäuscht …

Aber irgendwann wird man älter und die Begeisterung lässt allmählich nach. Die Bücher, die mich umhauen können, werden weniger. Über die Sache mit der Begeisterung habe ich hier schon einmal einen Beitrag geschrieben. Darum soll es heute nicht gehen. Es geht eher um die Frage, wieso ein gesamtes Genre einem scheinbar nicht mehr das gibt, an das man gewohnt ist.

Ich merke selbst, dass mich das Genre Jugendbuch nicht mehr zu 100% erfüllt. Es gibt so viele Bücher mit Potenzial zu Lieblingen und doch fehlt mir oft etwas. Einiges ist zu banal, anderes sehr klischeehaft oder die Charaktere bekannt. Und wenn es doch mal ein neues, innovatives Buch gibt, kann mich das auch nicht zufriedenstellen.

 

Die Suche nach Neuem

Ich habe festgestellt, dass ich mich nach mehr sehne. Ich möchte neues, anderes als das, das ich sonst lese. Keine banalen Jugendbücher mehr, die ich immer noch liebe, sondern ernsteres, anspruchsvolleres. Und doch können mich dann auch diese Bücher nicht fesseln. Die anspruchsvollen Romane, deren Thematik interessant klingt, packen mich nicht, bringen nicht die richtige Art von Spannung für mich auf.

 

Gefangen zwischen den Genres

Ja, ich fühle mich definitiv gefangen. Gefangen zwischen dem Jugendbuch, bei dem ich meine Erwartungen nicht loslassen kann, und Romanen bzw. anspruchsvollerer Literatur, die mich doch nicht auf diese Weise fesseln kann. Mein Leseinteresse ändert sich ganz eindeutig, scheint aber noch nicht wirklich zu wissen, was es möchte. Das nervt mich, weil ich so das Gefühl habe, das Lesen teilweise nicht mehr richtig genießen zu können, weil ich in vielen Büchern nicht das gleiche Vergnügen finde, wie es vor ein paar Jahren gewesen wäre.

 

Fazit

Der Lesegeschmack ändert sich. Der von uns allen. Das ist teilweise ärgerlich, aber normal. Daran ist nichts schlechtes, auch wenn ich momentan eher unglücklich mit dieser Situation bin. Vielleicht muss man sich darauf einfach nur mal einlassen und offen für neues sein. Ich werde das auf jeden Fall mal versuchen und hoffen, dass ich bald aus dieser Schwebe zwischen den Genres herausfinde und Bücher wieder richtig genießen kann.

 

Wie sieht es bei euch aus? Kennt ihr dieses Problem?

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2 COMMENTS
  • Madame Lustig
    1 Jahr %1$s %2$s vor %3$s (%4$s)

    Hallo liebe Kate!
    Ich glaube, vor diesem Problem steht jeder von uns früher oder später mal. Irgendwann ist einfach die Luft raus. Ich selbst habe vor Jahren fast nur Fantasy und Dystopien gelesen, weil mich diese ganzen unterschiedlichen Welten fasziniert hatten und ich genoss, wie sie mich aus meinem Alltag herausholten.Was für sehr lange Zeit genau richtig war, funktionierte aber irgendwann nicht mehr für mich. Stattdessen sehnte ich mich nach Geschichten aus dem Leben, die mich berühren, davontragen und wo ich mich mit den Figuren identifizieren kann: meine Liebe zum (fantasyfreien) Jugendbuch war geweckt.Und ich liebe all diese Geschichten immer noch, doch ich merke, dass es mir nicht immer reicht. Sehr häufig verspüre ich Lust, Geschichten über ältere Charaktere zu lesen, weswegen ich mich bereits so einige Male an der sogenannten Erwachsenenliteratur versucht habe, aber das ist gar nicht meins. Zwar sind die Figuren da meistens in meinem Alter, aber die Geschichten doch sehr eindimensional oder langweilig und träge. Für mich fündig geworden bin ich dann im Young und besonders New Adult Bereich. Hier finde ich alltägliche Themen mit aktuellen und oft auch tiefsitzenden Problemen, Figuren zum „anfassen“ und mit einer doch etwas erwachseneren Denke.

    Ich hoffe für dich, dass du bald die Sparte findest, die jetzt gerade für dich die beste ist und wünsche dir ganz viel Spaß beim ausprobieren. 🙂

    • Kate
      1 Jahr %1$s %2$s vor %3$s (%4$s)
      Autor

      Hallöchen,
      ich bin ja schon ein bisschen erleichtert, dass es nicht nur mir so geht. Genau so, wie du es gerade beschreibst, fühlt es sich für mich auch an. Leider ist New Adult so gar nicht meins, aber ich werde weiter suchen. Irgendwann werde ich schon das richtige finden 🙂

      Liebste Grüße ♥

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  • Diese englischen sind ja immer noch meine Lieblingsausgaben von Harry Potter. Und die Niffler-Tasche passt da ja perfekt dazu 🙂
Bist du ein großer Harry Potter-Fan? Oder sollte ich lieber nach den Nichtfans fragen? Das geht mit Sicherheit etwas schneller 😄 Ich muss ja gestehen, dass ich die Reihe immer noch nicht komplett gelesen habe. Als Kind haben mich eher Bücher wie "Freche Mädchen, freche Bücher" interessiert, damals habe ich auch noch überhaupt nicht gerne gelesen.
Trotzdem weiß ich, in welchem Haus ich wäre: Slytherin ♥ *zzzsssssz* Und ihr so?
  • Wow, war dieses Buch gut! Es hat mich einfach so umgehauen.
Und weil ich diese Fortsetzung einfach so gelungen fand, habe ich kurzerhand eine Reihenrezension geschrieben. Du kannst dir jetzt also meine sehr ausführliche Meinung zu dieser Reihe auf kateastrophy.de nachlesen. Natürlich ist mein Blog auch in meinem Profil verlinkt 😉
Jedenfalls: Lest. Diese. Reihe! Sie ist so abgefahren und gut und ich weiß nicht, was ich noch sagen sollte.
  • Frohe Ostern euch allen! 🐇🐣
Seit einer Woche beschäftige ich mich mit Aquarellmalerei und vorgestern habe ich meine erste Karte fertig gestellt 😍 Links seht ihr meinen Versuch, den ich gar nicht so schlecht finde (natürlich nicht perfekt). Rechts ist das Original aus dem Buch „Watercolor meets Handlettering“. Ich bin jedenfalls stolz auf mich und freue mich aufs weitermalen 😍
In meinem Profil habe ich jetzt einen Highlight-Ordner, in dem ich all meine Fortschritte mit Aquarell festhalte. Da könnt ihr auch sehen, wie viele versuche ich für diese Karte gebraucht habe 😂😂
.
Wann habt ihr zuletzt ein neues Hobby für euch entdeckt?
  • Momentan lese ich nebenher das Buch #DieMachtderGewohnheit und hoffe, dass ich es so schaffe, mir ein paar Gewohnheiten an- und abzutrainieren. Sollte ich erfolgreich sein, wird es dazu auch eine Beitragsreihe auf dem Blog geben 🙂 
Welche schlechten Gewohnheiten würdet ihr gerne loswerden?
  • Diese vier Bücher möchte ich bis Mai lesen. Und wie mir gerade bewusst wird, ist das schon in weniger als zwei Wochen, also ist das ein sehr ambitioniertes Ziel. Mal sehen, ob ich es schaffe 🙂
Jedenfalls habe ich tolle Neuigkeiten: Ich darf noch ein bisschen länger ausgelernte Buchhändlerin spielen und werde Übergangsweise im Mai unter anderem unsere Krimi/Thriller-Abteilung übernehmen. Und dafür möchte ich mich natürlich vorbereiten. Genaueres kannst du auch gerne auf meinem Blog nachlesen (Link im Profil).
  • Hoch die Hände, Wochenende! Zumindest in ein paar Stunden und für alle "normal" Arbeitenden. Für mich heißt es heute Spätschicht. Und damit ist die dritte Aprilwoche auch schon fast um und ich muss mich gedanklich bald schon an eine neue Abteilung gewöhnen. Dazu aber morgen mehr 😊
Was sind eure Pläne fürs lange Wochenende?
.
Bild: #Monsterjäger von #RichardSchwartz
  • In einem Blogbeitrag habe ich mir mal die Neuzugänge aus dem letzten Jahr angeschaut und analysiert, was davon ich schon gelesen habe. Unter anderem dabei sind #Hangman und #DergefährlichsteOrtderWelt. Ersteres habe ich schon gelesen, zweiteres ist jetzt kurzerhand auf die Leseliste gewandert. Mehr könnt ihr auf meinem Blog nachlesen.
Lest ihr eure Neuzugänge immer sofort, oder sammelt sich bei euch auch der SuB der Schande an (Schande, weil aktueller Stand: ca. 70)?
  • Was muss ein Buch für euch haben, damit es euch begeistern kann?
Ich finde das ja immer schwierig zu beantworten. Ich mag es, wenn ein Buch sprachlich was hergibt, also nicht zu seicht ist, aber sich trotzdem gut lesen lässt. Ich mag aber auch überraschende Wendungen oder Liebesgeschichten, die real sind und nicht so übertrieben kitschig, übertreiben mit Liebe vollgestopft. Ich mag es auch gerne mal humorvoll, aber da lieber weniger, als dass es albern wirkt (was mir schnell so vorkommt).
Wie sieht das bei euch aus?