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Rezension

RAGDOLL von Daniel Cole

Ich bin momentan wirklich auf einem Thriller-Trip. SAVING GRACE hat es mir irgendwie angetan, und jetzt kann ich nicht mehr aufhören. Deshalb bin ich bei Lottas Instagram-Beitrag hellhörig geworden und habe mir RAGDOLL direkt vorgenommen.

Der umstrittene Detective William Oliver Layton-Fawkes, genannt Wolf, ist nach seiner Suspendierung wieder in den Dienst bei der Londoner Polizei zurückgekehrt. Wolf ist einer der besten Mordermittler weit und breit. Er dachte eigentlich, er hätte schon alles gesehen. Bis er zu einem grausigen Fund gerufen wird. Sechs Körperteile von sechs Opfern sind zusammengenäht zu einer Art Lumpenpuppe, einer »Ragdoll«. Gleichzeitig erhält Wolfs Exfrau eine Liste, auf der sechs weitere Morde mit genauem Todeszeitpunkt angekündigt werden. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt, doch der Ragdoll-Mörder ist der Polizei immer einen Schritt voraus. Und der letzte Name auf der Liste lautet: Detective William Oliver Layton-Fawkes …

 

Öde Polizeiermittlung?

Zu Beginn war ich gleich ein bisschen enttäuscht. Nicht, weil es nicht spannend beginnt, denn das hat es definitiv, sondern weil ein Detective im Mittelpunkt steht. Und ich finde es meist nicht wirklich interessant, die Ermittlungen eines Polizisten mitzuverfolgen.

Auch hier hat sich schnell gezeigt, dass mich diese Aspekte des Thrillers nicht ganz packen konnten. Der Ermittlungsteil war zwar durchaus interessant, hat sich aber auch sehr gezogen.

 

Ein kleiner Stern am Polizeihimmel

Die restlichen Passagen hatten aber definitiv ihren Reiz. Spannung kommt schon von Anfang an auf und man fiebert mit den nächsten Opfern mit, weil der Killer nicht nur gerissen ist, sondern auch genial. Seine Mordmethoden überbieten alles, womit man rechnen könnte, und erschüttern einen immer wieder. Was die Charaktere angeht, muss man sagen, dass der Detective Fawkes, um den sich alles dreht, dem typischen Muster Hauptkommissaren folgt. So ist er in gewisser Weise vorhersehbar, kann einen aber dennoch überraschen.

Neben Wolf stehen auch seine Ex-Frau Andrea, die als Reporterin immer wieder die Ermittlungen behindert, seine Kollegin Baxter, deren Beziehung zu Wolf immer wieder Fragen aufwirft, und Edmunds, der neu im Team ist und mit seiner Intelligenz dem Killer immer näher kommt. Ich hoffe, dass man in den nächsten Bänden mehr von Edmunds lesen wird.

 

Ein ausgeprägtes Namensgedächtnis ist ratsam

Es ist grandios, wie sich die ganzen Zusammenhänge nach und nach bilden, jedes Opfer einzeln aufgedeckt und die Verbindung zu den anderen gesucht wird. Dabei wird man als Leser immer wieder auf unterschiedliche Fährten geführt.

Doch die vielen Opfer machen es einem auch schwer, den Überblick zu behalten. Es fallen extrem viele Namen, und ich war mehr als einmal beim Lesen verwirrt und habe mich gefragt: Wer ist das?

 

Fazit

RAGDOLL bietet einen intelligenten Kriller, wie man ihn selten sieht, lässt einen mitfiebern und treibt einen in spannende Höhen. Aber der Thriller zieht sich an einigen Stellen auch und beinhaltet typische Charaktere, die einen doch überraschen können.

Alles in allem ist RAGDOLL ein spannender Thriller, der Gelegenheit zum Mitfiebern bietet und einen nicht mehr loslässt.

 

 

 

 

Rezensionen anderer Blogger

Brösels Bücherregal (4/5) | Weltenwanderer (4/5)

 

 


 

RAGDOLL von Daniel Cole

ullstein | 2017 | 480 Seiten

Originaltitel: Ragdoll | Reihe: Daniel Cole (Band 1)

erhältlich als Taschenbuch | eBook

 


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Mehr zu meiner Meinung könnt ihr in meiner Rezension nachlesen. Seit heute auf Kateastrophy.de 😊
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  • Was haltet ihr von Graphic Novels? Die sind gerade ja total der Renner.
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📷: #Nameless aus dem @crosscult Verlag
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  • Kennt ihr dieses Gefühl von Überforderung? Ich spüre das gerade sehr. Ich fühle mich momentan etwas vom Alltag überfordert. Meine ToDo-Liste wird gefühlt nie kürzer und dann ist da noch die Arbeit, in der gerade wirklich viel zu tun ist. Dann noch Hobbys, Haushalt und Freunde und Familie. Manchmal ist es einfach viel, da ist es wahrscheinlich normal, dass der Kopf irgendwann einfach abschaltet und man plötzlich den ganzen Tag nur vor der Playstation sitzt.
Den Fehler, den man dabei machen kann, ist, sich mit anderen zu vergleichen. Denn es gibt ganz viele, die all ihre Angelegenheiten viel leichter gehändelt bekommen und nicht vom simplen Alltag überfordert sind. Ich neige leider sehr zum Vergleichen 😞 Wie ist das bei euch?
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Hups, das war doch persönlicher als geplant 😄 Glaubt ihr, dass Bücher wie dieses hier dabei helfen können, seinen Alltag besser zu organisieren?
  • Habt ihr schon einmal etwas von Delphine de Vigan gelesen? Ich habe mir letztens im Wahn zwei Bücher von ihr gekauft, aber - Überraschung - natürlich noch keines gelesen. Das mit dem SuB-Abbau klappt irgendwann ... ganz bestimmt 😄
Eure besten Tipps fürs SuB-Abbauen?